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Studie: Mittelstand treibt Wachstum im europäischen Buyout-Markt

Im vergangenen Jahr 2003 haben die Buyout-Transaktionen im Mittelstand das Wachstum des ...

Im vergangenen Jahr 2003 haben die Buyout-Transaktionen im Mittelstand das Wachstum des europäischen Private Equity-Marktes am stärksten vorangetrieben. Zu diesem Schluss kommt die diesjährige Studie Europe Buyout Review von Initiative Europe und der Beteiligungsgesellschaft Bridgepoint, die Mitte April veröffentlicht wird. Die jährlich publizierte Studie dokumentiert die wichtigsten Entwicklungen beim Einsatz von Private Equity für Buyouts in Europa mit einer umfassenden Statistik.
Das gesamte Volumen der Bruttoinvestitionen von Private Equity zur Realisierung von Buyouts im europäischen Markt wuchs im Jahr 2003 um 4% auf 60,7 Mrd. Euro, während die Zahl der Buyouts um 11,5% auf 397 Transaktionen stieg. Die Buyout-Aktivitäten im mittelständischen Segment mit einem Unternehmenswert zwischen 50 und 500 Mio. Euro standen mit fast einem Drittel aller Transaktionen an der Spitze des Marktwachstums in Europa. Die Zahl der Buyouts in diesem Bereich stieg um 29%, das Investitionsvolumen nahm um 8% zu. Innerhalb dieses mittelständischen Segments nahmen Buyout-Transaktionen mit einem Unternehmenswert zwischen 50 und 250 Mio. Euro noch stärker zu: Die Zahl der Deals in diesem Marktbereich steigerte sich um 41%, die Summe der Investitionen stieg um 27% auf 12,9 Mrd. Euro.
2003 hatte die Veräußerung von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Unternehmensbereichen mit 42% den größten Anteil an allen Private-Equity-Buyouts in den einzelnen europäischen Ländern: Desinvestments nationaler Unternehmen erreichten mit 25,4 Mrd. Euro eine 46-prozentige Steigerung gegenüber dem Vorjahr (17,4 Mrd. Euro). Großbritannien stellte davon mit 49 Transaktionen die Mehrzahl. Eine weitere Hauptquelle der Private Equity-Deals 2003 blieben Übernahmen von Familien- und Privatunternehmen mit einer um 13% auf 113 Buyouts gesteigerten Anzahl und einer um 12% auf 5,6 Mrd. Euro erhöhten Investitionssumme. Langfristig gesehen ist der Anteil dieses Buyout-Typs jedoch von 40% Marktanteil im Jahr 1999 auf 28% im Jahr 2003 gesunken.
Der deutsche Buyout-Markt hat sich 2003 deutlich erholt und weist insgesamt ein um mehr als 50% auf 9,4 Mrd. Euro gestiegenes Wachstum der Bruttoinvestitionen auf. Die Zahl der Private-Equity-Buyouts in Deutschland stieg um ein Viertel auf 45 Transaktionen. Einige der größten europäischen Transaktionen der Medienbranche im letzten Jahr fanden zudem in Deutschland statt, darunter Kabel Deutschland und BertelsmannSpringer. Der Studie zufolge erwarten Private Equity-Investoren künftig zunehmend Wertsteigerungen durch eine allmähliche Erholung in der deutschen Wirtschaft.
Frankreich verzeichnete das stärkste Wachstum bei Buyout-Transaktionen kleiner und mittlerer Unternehmen im Jahr 2003. Dies lässt sich daran ablesen, dass die Zahl der Private Equity-Buyouts um 60% anstieg, während die entsprechende Investitionssumme um 29% auf 9,5 Mrd. Euro zurückging. Großbritannien war auch 2003 der größte Private Equity-Markt in Europa mit 38% aller Investments, obwohl die Zahl der Buyouts um 5% zurückging. Das Investitionsvolumen stieg um 9% auf 22,9 Mrd. Euro.
Italien konnte das bisher stärkste Jahr für Private Equity-Buyouts verzeichnen: Die Bruttoinvestitionen wurden auf 8,6 Mrd. Euro mehr als verdoppelt, hauptsächlich wegen der jeweils über eine Milliarde schweren Transaktionen von SEAT Pagine Gialle, FIAT Avio und Safilo. In Schweden wuchsen die Bruttoinvestitionen der Private Equity-Buyouts 2003 um 42% auf 1,3 Mrd. Euro, während die Zahl der Transaktionen um 60% stieg.

Quelle: FINANZ BETRIEB, 30.04.2004

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