Studie
New Economy: Betriebsrat in jeder vierten Firma

Arbeitnehmervertretungen sind auch in den Unternehmen der neuen Branchen auf dem Vormarsch.

dpa BERLIN. In Zeiten von Gewinn- und Kurseinbrüchen erobern sich Betriebsräte nun doch ihren Platz in der Neuen Wirtschaft. In den meisten Unternehmen gibt es aber immer noch keine organisierte Arbeitnehmervertretung, ergab eine am Donnerstag in Berlin vorgestellte repräsentative Studie unter 263 Unternehmen, davon 225 am Neuen Markt. Rund ein Viertel der befragten Unternehmen (26 %) hatte einen Betriebsrat, jedes siebte Unternehmen seit weniger als einem halben Jahr. In 13 % der Firmen gab es eine alternative Form der Mitbestimmung oder eine feste Vertrauensperson, berichten der Verein pol-di.net und die Internetinitiative D21.

Unter anderem haben sich die Beschäftigten des Online-Brokers Consors für einen "Senat" entschieden, bei PC-Ware, Jetter oder Tiscon heißen diese mehrköpfigen Sprechergremien "Vertrauensrat", "Ältestenrat" oder "Improvement Board". Insgesamt folgert die Studie: "Der Traum von der Neuerfindung der Arbeit, einer neuen Ökonomie, die im Gegensatz zur alten offen, enthierarchisiert und in alle Richtungen vernetzt ist (...) ist nicht geplatzt - aber einem deutlich realistischeren Bild gewichen."

Gründe für die Einrichtung von Mitarbeiter-Vertretungen sind aber nicht nur wirtschaftliche Schwierigkeiten des Arbeitgebers. Viele seien auch in Phasen der Expansion gegründet worden, ergab die Studie. Beim Berliner Softwareentwickler condat etwa erhofften sich die Beschäftigten von einem Betriebsrat mehr Gehaltstransparenz und-gerechtigkeit bei der Unternehmenserweiterung.

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