Studie
PC-Branche steht offenbar erbitterter Preiskrieg bevor

Die Abkühlung der Weltwirtschaft wird Direktanbietern von Personal Computern zu Preissenkungen und zur Erschließung weiterer Märkte zwingen.

dpa-afx SAN JOSE. Hersteller von Personal Computern stehen vor einem Preiskrieg. Durch die deutliche Abkühlung der Weltwirtschaft und des Wachstums beim Weltabsatz von rund 11 % droht offenbar ein erbitterter Preiskrieg. Dies geht aus einer am Montag vorgelegten Studie des US-Marktforschungsinstitutes Gartner Dataquest hervor.

Die PC-Anbieter versuchten durch die Senkung der Gewinnmargen ihre Marktanteile zu sichern, beziehungsweise zu erhöhen. Vor allem die US-Direktanbieter wie Dell und Gateway wollten den Branchengrößen Compaq, Hewlett-Packard und IBM Marktanteile abnehmen, sagte Martin Reynolds, Dataquest-Vize-Präsident und Forschungspartner für Gartner. Um ihre Position auf dem PC-Markt auszubauen, seien Preissenkungen für Direktanbieter einzige Weg. Dies werde wiederum auch die Konkurrenten veranlassen, ihre eigene Strategie zu überdenken.

Bis 2002 kommt es nicht zu einer Verbesserung auf dem PC-Markt

Der Preisverfall werde gleichzeitig dazu führen, dass in anderen Teilen der Welt mehr PCs gekauft würden, fügte Reynolds hinzu. Deshalb würden die weltweit tätigen PC-Hersteller ihr Engagement auf diese Märkte ausdehnen, um ihre Gesamtprofitabilität und ihre Marktanteile zu sichern. Die rein auf den US-Markt beschränkten PC-Anbieter hätten diese Möglichkeit nicht und sind von der sich abschwächenden Wirtschaftsentwicklung in den USA stärker betroffen.

Insgesamt rechnet Dataquest mit einem weltweiten PC-Absatz (ohne Server-Systeme) in 2001 von 144,5 Mill. Einheiten. Das wäre ein Plus von 10,7 % im Vergleich zum Vorjahr. Sollte sich der Abschwächungstrend allerdings weiter fortsetzen und die US-Wirtschaft in eine Rezession fallen, könnte das PC-Absatzplus in den einstelligen Bereich zurückfallen, geht aus der Dataquest-Studie hervor. Die Marktforscher gehen nicht davon aus, dass es bis zum Jahr 2002 zu einer deutlichen Verbesserung des PC-Marktes komme. Der US-Markt für Personal Computer sei nahezu gesättigt - und Kanada und West-Europa stünden kurz davor.

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