Studie: Perspektiven für E-Commerce sind positiver als Stimmung in der Branche
Ende des Internet-Booms ist nicht in Sicht

Die Faszination für das Internet ist in Deutschland offenbar ungebrochen. 20,4 Millionen Bundesbürger ab 14 Jahren nutzen das Internet. Damit hat sich die Zahl der Online-User im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Das ist das Ergebnis einer Studie des Magazins "Stern" (www.stern.de), die am Montag in Hamburg vorgestellt wurde.

ddp HAMBURG. Demnach gab es im vergangenen Jahr rund 10,1 Millionen Onliner. Die Zahl derjenigen, die das weltweite Datennetz in privaten Haushalten nutzen, erhöhte sich im gleichen Zeitraum von 6,2 auf 14,4 Millionen Personen. 4,6 Millionen Menschen nutzen die digitalen Datennetze täglich oder fast täglich, weitere 6 Millionen gehen mindestens zwei bis dreimal wöchentlich online.

Die meisten Onliner nutzen der Befragung zufolge die digitalen Datennetze zum Schreiben von E-Mails (13,7 Millionen), zur Informationssuche (8,1 Millionen) und zum Nachlesen von Veranstaltungshinweisen (7,4 Millionen). Rund 5 Millionen Nutzer knüpfen über Chatforen Kontakte, 4,9 Millionen laden sich Musik aus dem Web herunter. Bei den Providern liegt T-Online mit 9,8 Millionen Nutzern an erster Stelle, gefolgt von AOL mit 7,4 Millionen Kunden. Der Zustrom von Usern wird dabei in nächster Zeit voraussichtlich nicht nachlassen, denn 12,5 Millionen Bundesbürger planen, sich einen Internet-Anschluss zuzulegen.

Die Perspektiven für den E-Commerce sind laut der Studie positiver, als es die Stimmung bei vielen Internet-Unternehmen vermuten lässt. 9,7 Millionen Bundesbürger haben schon einmal über das Netz eingekauft. 94 Prozent von ihnen gaben an, es wieder tun zu wollen. Vorsichtig bleiben die Internet-Einkäufer allerdings beim Bezahlen im Internet: Obwohl die Zahlung per Kreditkarte oder Lastschriftverfahren am bequemsten ist, finden dies weniger als 20 Prozent der Käufer akzeptabel. Zwei Dritteln scheint der Kauf per Rechnung am sichersten, der jedoch nicht von allen E-Shops angeboten wird. WAP-Dienste des mobilen Internets nutzt bisher zwar nur jeder zehnte Online-Shopper, aber jeder zweite kann sich vorstellen, Banktransaktionen, Auktionen und elektronische Bestellungen zukünftig über das Handy abzuwickeln.

Für die repräsentative Studie wurden rund 10 000 Bundesbürger im Alter zwischen 14 und 64 Jahren befragt.

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