Studie räumt mit Vorurteilen auf
Betablocker schützen Herz vor Stress

Eine große Patientenstudie belegt, dass Betablocker ein geschwächtes Herz entlasten können. Die Wirkstoffe verschaffen dem Herzen eine Erholungspause und durchbrechen so den Teufelskreis von Stress und Herzschwächung.

hsn DÜSSELDORF. Eine große Patientenstudie belegt, dass Betablocker ein geschwächtes Herz entlasten können. "Die Wirkstoffe verschaffen dem Herzen eine Erholungspause und durchbrechen so den Teufelskreis von Stress und Herzschwächung", erläutert Herzspezialist Hugo Katus. Der ärztliche Direktor an der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg hat die Studie, die an 334 medizinischen Zentren in 21 verschiedenen Ländern durchgeführt worden ist, in Deutschland koordiniert. Die Beta-Blocker verhindern außerdem, dass die Herzmuskelzellen durch Überlastung absterben.

In Deutschland leiden etwa zwei Millionen Menschen an einem schwachen Herzen (Herzinsuffizienz). Dass ihr Herzmuskel mit verminderter Kraft pumpt, ist häufig Folge eines hohen Blutdrucks oder Herzinfarkts. Lange Zeit galten Beta-Blocker für Patienten mit einer Herzinsuffizienz als gefährlich - insbesondere, wenn die Patienten eine sehr schlechte Pumpleistung haben oder zuckerkrank sind und erhöhte Blutfette haben. Die Studie hat diese Vorurteile nun widerlegt und gezeigt, dass Beta-Blocker auch bei sehr schwer kranken Patienten sicher sind. Daher sollten nach Ansicht von Katus auch diese Patienten mit dem Medikament behandelt werden.

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