Studie: Sarbanes-Oxley-Act erhöht Prüfungskosten für Unternehmen

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Studie: Sarbanes-Oxley-Act erhöht Prüfungskosten für Unternehmen

Die knapp 300 europäischen Unternehmen, die an US-Börsen notiert sind, müssen damit rechnen, dass ...

Die knapp 300 europäischen Unternehmen, die an US-Börsen notiert sind, müssen damit rechnen, dass die Abschlussprüfungskosten um 35 % steigen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des US-Softwarehauses Handy Soft, so eine Meldung des Handelsblatts vom 10. 3. 2004. Ursache dafür seien die im Sarbanes-Oxley-Gesetz von 2002 verankerten erweiterten Berichterstattungspflichten. Das könnte eine jährliche Belastung von rund 1,35 Mio. Euro pro Unternehmen bedeuten.
Betroffene Gesellschaften wie etwa Daimler-Chrysler oder Siemens geben sich zurückhaltend: "Zu den Kosten der Abschlussprüfung machen wir keine Angaben", sagte Daimler-Sprecher Thomas Fröhlich auf Anfrage. Siemens bestätigt, dass die Berichterstattungskosten bedingt durch den Sarbanes-Oxley-Act gestiegen seien, nannte aber keine Zahlen.
Den Wirtschaftsprüfern winken lukrative Aufträge. "Die zusätzlichen Berichterstattungs- und Prüfungspflichten haben zu erheblichem Mehraufwand für die Jahresabschlussprüfung geführt", bestätigt Wienand Schruff vom Marktführer KPMG. Als Beispiel nannte er die zusätzliche Prüfung der unternehmensinternen Kontrollen. Die Prüfer könnten den höheren Beratungsbedarf zum Anlass für eine generelle Preiserhöhungskampagne bei Jahresabschlussprüfungen nehmen, glaubt Prof. Dr. Wolfgang Ballwieser von der TU München. Im Markt für Jahresabschlussprüfungsleistungen seien die Preise unter ein kaum die Kosten deckendes Niveau gerutscht.

Quelle: FINANZ BETRIEB, 12.03.2004

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