Studie: SPD-Webauftritt erhält Bestnoten
Online liegt Schröder vorn

Die SPD kann sich freuen: zumindest ihre Website hat die Nase vorn und auch die des Kanzlers erzielte das beste Testergebnis bei verschiedenen Studien.

DÜSSELDORF. Die Frankfurter Multimedia-Agentur Neue Digitale untersuchte die persönlichen Websites von Gerhard Schröder (www.gerhard-schröder.de) und Edmund Stoiber (www.stoiber.de) im Hinblick auf "fachliche Aspekte und internetspezifische Kriterien", erläutert Olaf Czeschner, Mitinhaber und Kreativdirektor von Neue Digitale. Auf eine subjektive Bewertung der politischen Inhalte wurde dagegen verzichtet.

Mit einer Gesamtnote von 1,7 schnitt die Online-Präsenz des Kanzlers bei fast allen Testkriterien besser ab als die des Herausforderers mit 2,6. Lediglich in der Kategorie "Person/Image" liegt der CSU-Politiker vorne. Die Darstellung des Privatmenschen Stoiber wirke authentischer und ehrlicher als die des Privatmenschen Schröder.

Ein Highlight der Schröder-Homepage sei, laut Czeschner, die "hervorragende Umsetzung der Tourdaten des Wahlkampfes", über die Links auf einer Deutschlandkarte näher informieren. Ins Auge springe auch der Countdown-Zähler, bei dem bis zum 22. September täglich Promis wie Hannelore Elsner oder Dariusz Michalczewski Werbung für den Kanzler machen.

Auf Stoibers Website überzeugten vor allem das Quiz, das auf spielerische und teilweise ironische Weise die Einstellungen des Herausforderers vermittelt, sowie das Fototagebuch, welches 24 Stunden im Leben des bayerischen Ministerpräsidenten in Bild und Text porträtiert.

Auch wenn keine der beiden Internetsites gravierende Mängel aufweist, bedauert Czeschner, dass "keiner der beiden Kandidaten auf diesem Wege versucht, Nichtwähler zum Wahlgang zu motivieren."

SPD-Website auf Platz eins

Eine weitere Studie, die das Dortmunder Profnet Institut für Internetmarketing für das Wirtschaftsmagazin "Capital" durchführte, beschäftigt sich mit dem Internet-Auftritt der Parteien. Vor allem bezüglich Nutzerführung und Inhalt erzielte die SPD Bestnoten. Auch insgesamt liegen die Sozialdemokraten (www.spd.de) mit 80 von 100 möglichen Punkten vorne. Die Website der FDP (www.fdp.de) folgte mit 78 Punkten. Auf Rang drei mit 72 Punkten landeten die Unionsparteien (www.cdu.de / www.csu.de). Die Grünen (www.gruene.de) und die PDS (www.sozialisten.de) erreichten die Plätze vier und fünf. Zwar sei das Internet unpersönlicher als Wahlkampfauftritte, so Uwe Kamenz, der Leiter von Profnet, doch "verbinden die Parteien Information und Service erfolgreich mit Unterhaltung."

Welchen Stellenwert Websites mit politischem Inhalt inzwischen einnehmen, zeigt die Tatsache, dass sich 40 % der rund 30 Millionen Onlinenutzer im Internet über Politik informieren, wie eine Umfrage des Hamburger Marktforschungsinstituts W3B ergab. Somit ist nicht verwunderlich, dass die Parteien großen Wert auf einen professionellen Auftritt im Netz legen. Mit Erfolg, wie eine weitere Untersuchung von Profnet ergab. So schnitten sämtliche Bundestagsparteien mit durchschnittlich 68 Punkten besser ab als die 10 000 getesteten deutschen Unternehmen mit 36 Punkten.

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