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Studie: Stiftungen setzen weiter auf konservative Anlagen

Stiftungen in Deutschland legen ihr Kapital im Durchschnitt zu über 50% in liquiden Mitteln und ...

Stiftungen in Deutschland legen ihr Kapital im Durchschnitt zu über 50% in liquiden Mitteln und festverzinslichen Wertpapieren an, weitere 27% sind in Immobilien gebunden. Renten- und Immobilieninvestments sollen sogar noch weiter aufgebaut werden. Alternative Investmentformen wie Hedgefonds oder Private Equity spielen hingegen in den Überlegungen der Stiftungen eine untergeordnete Rolle. Zu diesen Ergebnissen gelangt die von der Dr. Dr. Heissmann GmbH, Wiesbaden, durchgeführte "Heissmann Stiftungs-Studie 2004" zur Anlage deutscher Stiftungsvermögen. Ob mit einer solchen Anlage die Verfolgung des Stiftungszwecks künftig wirksam abgesichert werden könne, sei gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Perspektiven im Renten- und Immobilienbereich fraglich, so die Einschätzung von Bernd Haferstock, Geschäftsbereichsleiter Investment Consulting bei der Dr. Dr. Heissmann GmbH.
Der von nahezu 60% der befragten Stiftungen geäußerte Wunsch, möglichst jegliches Risiko in der Kapitalanlage vermeiden zu wollen, steht in sichtbarem Widerspruch zu dem etwa von jeder zweiten Stiftung angestrebten Ziel, eine möglichst hohe Rendite oder zumindest eine Rendite in Höhe der Ausgaben zu erlösen. Interessant ist auch, dass etwa zwei Drittel der befragten Stiftungen keinen vorrangigen Zusammenhang zwischen Renditezielen und einzugehendem Anlagerisiko reklamieren. Dabei verbirgt sich gerade hier einer der Kernpunkte der Kapitalanlage, nämlich die optimale Abstimmung von Ertragszielen und Anlagepolitik auf das Risikobudget.
Gleichsam ein Gradmesser dieser Diskrepanzen ist die Tatsache, dass Stiftungen in den vergangenen Jahren immer unzufriedener mit der Vermögensentwicklung geworden sind. Der Anteil derjenigen, die mit ihrer Vermögensanlage zufrieden waren, hat von 71% in den Jahren 1997 bis 1999 auf mittlerweile nur noch 37% stark abgenommen. Demgegenüber hat sich der Anteil der mit den Anlageergebnissen unzufriedenen Stiftungen im gleichen Zeitraum von 7% auf 27% nahezu vervierfacht.

Quelle: FINANZ BETRIEB, 22.12.2004

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