Studie
Tourismus-Branche droht 2002 Stagnation

Die bisherige Wachstumsbranche Tourismus steht auf dem wichtigsten europäischen Reisemarkt Deutschland einer Studie zufolge 2002 vor einer Stagnation.

Reuters HAMBURG. Die Reisebranche können sich der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung nicht länger entziehen und werde in diesem Jahr keine Zuwachsraten, möglicherweise sogar Einbußen erleiden, teilte des B.A.T.-Freizeit-Forschungsinstitut am Mittwoch in Hamburg mit. Die jährliche Tourismusstudie des Instituts sieht nach einer repräsentativen Befragung von 5 000 Bürgern allerdings keinen Grund zur Panik. "Die Reisebranche gibt sich verunsicherter als die Reisenden selbst", sagte Institutsleiter Horst Opaschowski.

Es seien zu Jahresanfang nur geringfügig mehr Menschen noch unsicher, ob sie in diesem Jahr verreisen würden. Allerdings verändere sich das Reiseverhalten: Anstelle von Flugreisen zeichne sich mehr Urlaub in Deutschland oder Ländern wie Italien ab, die mit dem Auto zu erreichen seien. Spanien als wichtigstes ausländisches Reiseziel werde dagegen weitere Marktanteile verlieren. Die großen Reisekonzerne wie Preussag oder Thomas Cook hatten im Januar nach wie vor erhebliche Buchungsrückstände, gleichzeitig aber wieder stark wachsende Nachfrage vermeldet.

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