Studie
Unternehmen planen höhere Investitionen ins E-Business

Deutsche Unternehmen wollen einer Studie zufolge trotz vergangener Misserfolge weiter in Internet-Geschäftsprozesse investieren.

rtr MÜNCHEN. Zwei Drittel der 310 befragten Industriefirmen hätten ihre Ziele im E-Business bei Kundennutzen, Unternehmenserfolg und Kosteneinsparungen nicht erreicht, hieß es in einer am Freitag veröffentlichten Studie des französischen Beratungsunternehmen Cap Ernst&Young und der Universität Trier. Dennoch wollten mit 56 % mehr als die Hälfte der Befragten im kommenden Jahr ihre Investitionen in das E-Business erhöhen. Besonders die großen Unternehmen mit mehr als fünf Mrd. ? Umsatz hätten mit Problemen zu kämpfen, sagte Bernd Zanner von Cap Ernst type="person" value="? Ernst & Young, Cap Gemini" />

"Bisher war das E-Business eher ein Wertvernichter als ein zusätzlicher Wert für die Unternehmen", resümierte Zanner. Gerade die 20 größten der befragen Firmen seien bei der Abwicklung von Geschäftsprozessen über das Internet sehr wenig erfolgreich gewesen. Die umsatzstärksten Unternehmen seien auch diejenigen mit den meisten parallel betriebenen Projekten. Durchschnittlich hätten sie jeweils 51 verschiedene E-Business-Projekte gleichzeitig laufen. Sie hätten auch die größten Schwierigkeiten, Kosten durch die Internet-Abwicklung zu senken. Im Branchenvergleich liege der Chemie- und Pharmasektor mit durchschnittlich 22 Projekten pro Unternehmen an der Spitze. Die Elektronikbranche wolle im kommenden Jahr am meisten investieren.

Veränderte Ziele des E-Business

Auch die Ziele des E-Business haben sich der Studie zufolge verändert. Am wichtigsten sei die Beschleunigung der Geschäftsprozesse. Die Gewinnung neuer Kunden, der Ausbau von Marktanteilen sowie die Erschließung neuer Geschäftsfelder kommen nicht mehr unter den fünf wichtigsten Zielen der Unternehmen vor. Angetrieben würden die E-Business-Umsetzungen immer noch von den Geschäftsführern und Vorständen sowie den IT-Abteilungen. Die Vorsitzenden unterstützten die Projekte wie jeher, verstünden aber immer noch wenig davon, sagte Zanner. Gerade in größeren Firmen gebe es noch immer organisatorische Probleme und Konflikte zwischen den Fach- und den IT-Abteilungen über das E-Business betreffende Geschäftsprozesse.

Mit den bisher installierten, eigenen Lösungen sind die Unternehmen der Befragung zufolge auch eher unglücklich. Mit 51 % Zufriedenheit erreichten Finanz- und Controlling-Anwendungen noch die höchste Zustimmung. Mit Betreuungs- und Servicelösungen sind die Unternehmen am wenigsten zufrieden. Knapp die Hälfte der Unternehmen erwartet quantitativ messbare Verbesserungen erst in einigen Jahren. Entsprechend sehen sich knapp 80 % der Firmen beim Entwicklungsstand gegenwärtig noch in der Initiierungs- oder Aufbauphase.

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