Studie veröffentlicht
Nokia verliert Marktanteile im Handygeschäft

Der finnische Handy-Riese Nokia hat im zweiten Quartal gegenüber der Vorjahresperiode beim Weltmarktanteil leicht verloren. Das geht aus einer Studie des Marktforschungsinstituts Dataquest vom Mittwoch hervor.

dpa-afx/vwd NEW YORK/STOCKHOLM. Der Anteil von Nokia fiel demnach um 0,5 %punkte auf 34,8 %. Allerdings bleibe Nokia damit Weltmarktführer, hieß es.

Zulegen konnten hingegen die Konkurrenten Motorola, Schaumburg und Telefon AB LM Ericsson. Der US-Konkurrent Motorola legte auf 14,8 % von 13,2 % im zweiten Quartal 2000 zu. Damit bleibt Motorola der weltweit zweitgrößte Hersteller. Ericsson kommt auf 8,3 %. Das schwedische Unternehmen habe damit wieder Platz Drei in der Weltrangliste errungen, nachdem es diesen im ersten Quartal an die Siemens AG, abgegeben hatte.

Analysten wiesen aber darauf hin, dass Motorola seinen Anteil möglicherweise durch den Verkauf älterer Modelle nach China ausgeweitet haben könnte. Klarheit über die wirklichen Verhältnisse würden erst die Zahlen des vierten Quartals bringen. Denn für das Weihnachtsgeschäft würden alle Produzenten mit neuen Modellen am Markt sein.

Ende der subventionierten Angebote für Neukunden

Der Marktanteil von Siemens belief sich auf 7,9 %, der der Samsung Electronics Co, Seoul, auf 6,9 %. Insgesamt seien im Berichtszeitraum weltweit 89,8 Mill. Mobiltelefone verkauft worden. Dies entspricht Dataquest zufolge einem Rückgang von 8 % gegenüber dem zweiten Quartal 2000 und einem Rückgang von 7 % gegenüber dem Vorquartal. Nokia ist damit ein Stück weiter von ihrem Ziel eines Weltmarktanteils von 40 % entfernt. Bei Vorlage der Halbjahreszahlen vor rund einem Monat hatte die Gesellschaft bereits auf ein verlangsamtes Wachstum hingewiesen. Der Absatz habe unter dem Preisdumping der Konkurrenz gelitten, hieß es damals.

Der Studie zufolge litt Nokia auch unter der schleppenden europäischen Konjunktur und dem Ende der subventionierten Angebote für Neukunden. Dennoch liege der Marktanteil von Nokia noch um 7,1 %punkte über dem des Vorjahres. Langfristig sagt die Studie für den finnischen Mobilfunkriesen ein solides Wachstum voraus. Eine Herausfordung für die Mobilfunkbranche stelle die neue Generation im GPRS-Standard dar. Die Branche erhoffe sich von diesen Geräten eine Belebung des Geschäfts. Einige Konkurrenten von Nokia setzen dabei auf Zusammenarbeit.

So wolle Ericsson ihre verlustbringenden Mobilfunkaktivitäten am 1. Oktober mit jenen der Sony Corp, Tokio, zusammenlegen. In der vergangenen Woche haben sich die NEC Corp, die Matsushita Electric Industrial Co Ltd und deren Mobilfunktochter Matsushita Communication Industrial Co auf die gemeinsame Entwicklung von Telefonen für die dritte Generation des Mobilfunks geeinigt.

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