Studie von MediaOne: Die Strategien der Verlage beim Mobile Publishing

Studie von MediaOne
Die Strategien der Verlage beim Mobile Publishing

Teilweise sechsstellige Euro-Umsätze erzielen einige Verlage und Medienunternehmen mittlerweile mit mobile Publishing. Zu diesem Ergebnis kommt die Hamburger Agentur MediaOne in ihrer Studie zu Chancen und Perspektiven von Medienunternehmen im mobilen Conent Business.

HAMBURG. "Wir finden in der bundesdeutschen Medienlandschaft bei mobile Publishing heute eine vollkommen polarisierte Situation vor", erläutert Autor Christoph Elbern eines der zentralen Ergebnisse der Studie "Mobile Publishing", die jetzt erschienen ist. "Einerseits verfügt eine Minderheit von Verlagen und Medienunternehmen über erste Erfahrungen und regelrechtes Expertenwissen, auf der anderen Seite agieren absolut Ahnungslose, die sich weder mit dem Thema beschäftigt haben, noch irgendeine Art von Expertise vorweisen können."

Ziel der über 160 Seiten starken Studie sei es, einen Überblick der Player, der technischen Möglichkeiten sowie der relevanten Geschäftsmodelle im Mobile Content Business zu geben. Denn speziell im Bereich mobile Kommunikations-Dienstleistungen existiert eine schier unüberschaubare Vielzahl an Dienstleistern, die in der Arbeit charakterisiert und katalogisiert werden. Andererseits analysieren die beiden Autoren Christoph Elbern und Olaf Deininger die Erfolgsfaktoren für Verlage, Medienunternehmen und Inhalte-Anbieter in diesem neuen, mobilen Geschäft. "Das Ziel war es, den neu entstehenden Markt des Mobile Publishing transparent zu machen, um damit speziell Verlagen und Medienhäusern Ansätze für Chancen aufzuzeigen", erläutert Autor Olaf Deininger die Schwerpunkte der Studie.

Die Studie von MediaOne belegt, dass eine Reihe von Verlagen und Medienunternehmen bereits erste, zum Teil sechsstellige Euro-Umsätze mit mobile Publishing erzielen. Dabei versuchen die Anbieter offenbar, die Fehler im Internet-Publishing bei mobilem Content möglichst zu umgehen. So konzentrieren sie sich erst gar nicht darauf, neue Medienmarken auf mobilen Plattformen zu etablieren, sondern darauf, bestehende Medienmarken auch mobil erreichbar zu machen. Auch der Aufbau neuer Services für vorhandene Nutzer sowie neuer mobiler Produkte steht im Fokus der mobilen Content-Provider.

Die Studie macht aber auch die Gefahren für Verlage und Medienunternehmen deutlich: Durch die stark ausdifferenzierte Wertschöpfungskette im mobilen Content-Geschäft mit vielen Beteiligten drohe den Verlagen ein Verlust ihrer wichtigen Schlüsselposition. Hinzu komme, dass auch die Dienstleister mit eigenen Applikationen im mobilen Geschäft mitmischen und damit zu Wettbewerbern werden. "Wer perspektivisch nicht mehr als zwei Stationen innerhalb der Wertschöpfungskette besetzt, dürfte langfristig eher zu den Verlierern zählen. Vor allem auch deshalb, weil der Übergang zu UMTS zu einer Konzentration und einem Shakeout unter den Playern führen wird", urteilt Deininger.

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