Studie von Mummert & Partner
Angriffe auf Computersysteme nehmen zu

Angriffe auf die Computersysteme deutscher Unternehmen nehmen einer Studie zufolge stetig zu. So habe sich die Zahl der strafbaren IT-Delikte seit 1998 auf 80 000 im vergangenen Jahr verdoppelt, hieß es in einer am Donnerstag in München veröffentlichten Untersuchung des Beratungsunternehmens Mummert & Partner.

Reuters MÜNCHEN. Vielen Firmenverantwortlichen fehle immer noch das nötige Bewusstsein für die Lücken in der Abschirmung ihrer Systeme, hieß es. In weniger als jedem fünften Unternehmen widme sich das Management der Gefahr, die durch Computerviren, Würmer, trojanische Pferde oder verantwortungslose Mitarbeiter drohe. Dabei nützten die Täter in den meisten Fällen Schwachstellen, die Fachleuten bereits bekannt seien. Lediglich 14 Prozent der Attacken zielten auf Lücken in Betriebssystemen und Netzwerken, die den Experten bisher verborgen gewesen seien.

Rund 85 Prozent der angegriffenen Unternehmen erlitten den Angaben zufolge als Resultat mangelnder Vorsicht finanzielle Verluste. Gefährlichstes IT-Sicherheitsrisiko sei der Mensch, hieß in der Studie weiter, für die im Vorfeld der Computermesse CeBit 50 ausstellende Unternehmen befragt wurden. Mitarbeiter verursachten rund ein Viertel der Sicherheitslücken. Für die mutwilligen Angriffe auf die Computernetze seien in zwei von drei Fällen frustrierte Mitarbeiter verantwortlich. Der Studie zufolge rechnen vier von fünf Unternehmen mit einem weiteren Anstieg der IT-Attacken.

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