Studie vorgelegt
Boom bei digitalen Zukunftstechnologien vorerst vorbei

Digitale Zukunftstechnologien wie das Telefonieren über das Internet können einer Studie zufolge auf mittlere Sicht nicht mit großen Zuwächsen rechnen.

Reuters MÜNCHEN. Jedes Jahr würden zwar weltweit 200 Mrd. Euro in virtuelle Kommunikationstechnologien investiert. Trozdem sei die Boomphase dieser Branche erst einmal vorbei, so das Fazit einer am Mittwoch in München vorgestellten Studie des Beratungsunternehmens Cap Gemini Ernst & Young sowie der Investmentexperten von Dresdner Kleinwort Wasserstein. Bis 2004 werde der Markt für solche Dienstleistungen voraussichtlich nur um etwa zehn Prozent auf 17,5 Mrd. $ wachsen, heißt es darin.

Hauptgründe seien vielfach auftretende technische Probleme und mangelnder Kundenservice vieler Anbieter. So führe beim digitalen Telefonieren schon eine Verzögerung von 100 Millisekunden zu einer unannehmbaren Gesprächsqualität. Mit ähnlichen Hindernissen hätten auch andere IT-Bereiche wie Videos aus dem Internet zu kämpfen. Zuverlässige und sichere Dienstleistungen seien den Kunden schwer zu garantieren.

Auch der Preisvergleich mit herkömmlichen Diensten falle schlecht aus. Die Anschaffung einer Internet-Telefonanlage rentiere sich erst nach fünf Jahren, hieß es weiter. Auch eine vollständige Umstellung auf die neue Technologie sei derzeit noch nicht möglich, es müssten immer mehrere Systeme parallel benutzt werden. Die Studie basierte auf Befragungen von Anbietern und Nutzern digitaler Zukunftstechnologien.

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