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Studie: Wie gut sind professionelle Wechselkursprognosen?

Die künftige Entwicklung der Wechselkurse ist für viele wirtschaftliche ...

Die künftige Entwicklung der Wechselkurse ist für viele wirtschaftliche Entscheidungen von besonderer Bedeutung. Gerade die jüngste Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar hat deutlich vor Augen geführt, wie negativ sich unerwartete Wechselkursänderungen auswirken können. Um Risiken und Erträge von Wechselkursänderungen zu optimieren, betreiben zahlreiche Unternehmen ein aktives Währungsmanagement. Eine wichtige Voraussetzung jedes Währungsmanagements sind Wechselkursprognosen. Da es kein Wechselkursmodell gibt, das zu befriedigenden Ergebnissen führt, greifen die Unternehmen häufig auf die Prognosen professioneller Analysten zurück. Am Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre, Geld und internationale Wirtschaftsbeziehungen der Universität Würzburg wurde geprüft, wie sinnvoll es ist, sich an solchen Marktprognosen zu orientieren.
Das Ergebnis ist einigermaßen ernüchternd: Nach der Studie von Robert Schmidt lieferten die Marktprognosen von keinem der drei in die Untersuchung einbezogenen Anbieter (Consensus Economics, Reuters, ZEW-Finanzmarkttest) brauchbare Entscheidungshilfen für international tätige Unternehmen. Des Weiteren ergab die Analyse, dass die betrachteten Marktprognosen nicht mit dem Konzept "rationaler" Erwartungen in Einklang zu bringen sind. Die Analysten orientieren sich offensichtlich zu sehr an der zum Zeitpunkt der Prognoseerstellung zu beobachtenden Kursentwicklung. Dieses Verhalten lasse sich anhand der Verankerungs- und Anpassungsheuristik, die in der Literatur zur Behavioral Finance eine wichtige Rolle spielt, gut erklären. Die Studie ist abrufbar unter: http://www. wifak.uni-wuerzburg.de/wifak/vwl/vwl1/ wepdownload/wep36.pdf.

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