Studie zu I-Mode
I-Mode-Nutzerzahlen sind ein Erfolg

Rund 27 400 Kunden nutzen zurzeit den mobilen I-Mode-Dienst. Das ist nicht gerade üppig. Angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen des noch jungen mobilen Daten- und Multimediamarktes sind fast 30 000 Nutzer innerhalb von zwei Monaten jedoch ein Erfolg.

HB. "Natürlich wirken die jetzt gekannt gegebenen Zahlen von 27 400 zahlenden Nutzern von I-Mode auf den ersten Blick dürftig. Doch wenn man die Rahmenbedingungen betrachtet, in dem der junge mobile Daten- und Multimediamarkt augenblicklich noch stattfindet, kommt man schnell zu dem Schluss, dass knapp 30 000 zahlende Nutzer nach nur zwei Monaten als Erfolg zu werten sind", meint Mediaone-Experte und Consultant Stephan Sempert. Schließlich müsse man sich vor Augen halten, ergänzt Olaf Deininger, Herausgeber der Studie "Mobile Publishing", dass der Markt noch von zahlreichen stark limitierenden Faktoren gebremst würde.

Nur ein I-Mode-fähiges Endgerät im Markt

Obwohl die Marktpenetration im Mobilfunkbereich mit knapp 80 % kaum höher sein könnte, steht für I-Mode-Interessierte bislang nur ein Gerät zur Verfügung. Und auch das befindet sich je nach Einkommen im mittleren bis hohen Preissegment. Weitere Geräte sollen erst in einigen Wochen auf den Markt kommen.

I-Mode ist teuer, denn für den Nutzer summieren sich die Kosten

Mit Übertragungskosten in Höhe von 10 Euro für 1 MB, einer Monatsgebühr von 3 Euro und Kosten pro Premium-Abonnement zwischen 0,25 und 3 Euro, kommen schnell 40 und mehr Euro im Monat zusammen.

I-Mode ist mit seinem proprietären Charakter (noch) eine Insel-Lösung

Noch kann I-Mode nur von E-Plus-Kunden sowie mit dafür geeigneten Endgeräten benutzt werden. Diese Technologieunsicherheit, die bis zum Aufschließen der Hardware-Industrie auf den Standard WAP 2.0 herrscht, wirkt sich im Endverbrauchermarkt stark kauflimitierend aus.

Erste wenige Mobile Values machen den Dienst wirklich attraktiv

Die Applikationen der Content-Partner stehen alle noch überwiegend am Beginn ihrer Entwicklung. Mobile Talente schöpft noch kaum ein Angebot aus. Mehrheitlich sind solche Applikationen für das dritte und vierte Quartal geplant.

Alles im allem, resümiert Deininger, dürfe man aus diesem Gründen über die Nutzerentwicklung mehr als zufrieden sein. Schließlich hatten AOL und T-Online in den ersten beiden Monaten auch nicht mehr Nutzer: "Es waren sogar weniger als 5 000", behauptet Deininger.

In diesen Tagen erscheint außerdem bei Mediaone die Studie "i-Mode: Risikoloser Einstieg in Mobile Multimedia?". In dem ersten von drei Bänden zum Thema I-Mode wurden die Content-Partner zu ihrem Investment in I-Mode befragt. Die Autoren geben in der Studie Antworten auf die Frage nach der relevanten Investitionsstrategie für die Integration von mobile Multimedia in ein Content-Portfolio.

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