Studie zu Online-Aktivitäten erschienen
Fast alle deutschen Unternehmen nutzen das Internet

Deutsche Unternehmen haben sich in Punkto Online-Aktivitäten auf eine Spitzenplatz vorgekämpft. Laut einer Studie liege der Schwerpunkt der Onlinenutzung auf Information, Kommunikation und Kundenkontakten.

Reuters BERLIN. Die deutschen Unternehmen haben sich bei der Nutzung des Internets im internationalen Vergleich von einem Mittelplatz in die Spitzengruppe vorgekämpft. "Nur ganze zwei Prozent der befragten Unternehmen haben und planen keine Online-Aktivitäten", heißt es in einer am Montag veröffentlichten Studie des Bundesverbandes der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und der Wirtschaftsberatungsfirma KPMG. Noch liege das Schwergewicht der Onlinenutzung in der Wirtschaft auf Information, Kommunikation sowie Kundenkontakten und weniger auf umsatztragenden Aktivitäten. Doch schon in drei Jahren erwarteten die Firmen im Durchschnitt zehn bis 20 % des Umsatzes aus elektronischen Geschäften (E-Business).

E-Business-Umsatz von weltweit 180 Mrd. Euro

Die Autoren der Studie zitieren Experten mit der Einschätzung, dass 1999 weltweit ein E-Business-Umsatz von rund 180 Mrd. Euro erzielt wurde, ein Anstieg von 143 % gegenüber dem Vorjahr. Diese dreistelligen Wachstumsraten dürften über die nächsten Jahre andauern. Im Jahre 2004 erwarte man weltweit Online-Umsätze in Höhe von 6800 Mrd. $, von denen rund 1500 Mrd. $ in Europa anfallen dürften.

Deutsche Wirtschaft erschließt sich E-Business Potenziale

"Deutschland war vor nicht allzu langer Zeit nur Mittelmaß" in der Internet-Nutzung, heißt es in der Studie. Doch nicht nur die Umfrage, an der sich knapp 400 Firmen beteiligten, sondern auch andere Indikatoren belegten, dass die deutschen Firmen inzwischen innerhalb Europas eine führende Rolle bei den Online-Aktivitäten einnähmen. Die deutsche Wirtschaft sei auf gutem Wege, die großen Markt- und Beschäftigungspotenziale im elektronischen Geschäft zu erschließen.

Keine Unterschiede zwischen Klein- und Großunternehmen

Als bemerkenswert werteten die Autoren der Studie, dass es bis auf wenige Bereiche keine signifikanten Unterschiede mehr gebe in Hinblick auf die Internet-Nutzung zwischen kleinen und mittelgroßen Firmen sowie Großunternehmen. Entscheidungen im Bereich E-Business seien durchweg Chefsache. Behindert werde der geplante Ausbau in diesem Bereich allerdings durch einen Mangel an Fachkräften. Überdurchschnittlich genutzt werde das Internet durch Banken und Versicherungen, aber auch in der Chemie- und Pharmaindustrie. Generell liege die Online-Nutzung im verarbeitenden Gewerbe mit über 96 % sehr hoch.

E-Business hat höchste Priorität

Das Thema elektronisches Geschäft habe bei den meisten deutschen Unternehmen höchste Priorität, ermittelten die Autoren der Studie. Derzeit führe bei den einzelnen Nutzungen noch die Unterstützung externer und interner Kommunikation, etwa über das Instrument E-mail. Hoch sei auch die Nutzung des Internets für die Kundenberatung und-kommunikation. Noch unter 20 % liege die Nutzung von elektronischen Marktplätzen oder die elektronische Abwicklung des Zahlungsverkehrs. Gerade diese Bereiche dürften jedoch in den nächsten drei Jahren massiv wachsen, die Nutzungsraten dürften dann in Richtung 68 % bei elektronischen Marktplätzen und 60 % beim elektronischen Zahlungsverkehr ansteigen.

Ein Drittel der Umsätze über das Internet

Umsätze erwirtschaftet der Studie zufolge derzeit nur ein Drittel der befragten Unternehmen über das Internet, und die sind zumeist noch gering. Im Laufe der nächsten drei Jahre werde dieser Anteil aber auf 87 % steigen. Immerhin 14 % der befragten knapp 400 Firmen erwarteten in drei Jahren E-Commerce-Umsätze von rund 25 bis 50 % ihres Gesamt-Umsatzes. Zugleich erwarteten die Firmen mehrheitlich, dass sie mit der Internet-Nutzung die Effizienz ihrer Geschäftsprozesse erheblich steigern, die Kundenbindung erhöhen und die Beschaffungs- und Absatzmärkte erweitern könnten. Immerhin 40 % der Firmen rechnen sich auch ein großes Kostensenkungspotenzial durch das Internet aus.

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