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Studie: Zufriedenheit mit der eigenen Bank in Europa

Niederländer (86%), Schweizer (84%), Deutsche und Schweden (je 83%) drücken die größte ...

Niederländer (86%), Schweizer (84%), Deutsche und Schweden (je 83%) drücken die größte Zufriedenheit mit ihrer eigenen Bank aus, während nur jeder zweite Italiener sagt, er sei "im Großen und Ganzen zufrieden oder sehr zufrieden" mit seiner Bank. Über die Hälfte der Befragten (53%) ist ihrer Bank bereits seit mehr als zehn Jahren verbunden (Deutschland: 58%). Mit dem Bankensystem im eigenen Land am zufriedensten sind die Niederländer (87% Zustimmung), gefolgt von der Schweizern (80%) und Kunden in Großbritannien (75%).
Die Zustimmung in Deutschland entspricht genau dem Durchschnitt aller befragten Länder (57%). Keine gute Meinung vom Bankensystem im eigenen Land haben - vermutlich noch historisch bedingt - die Menschen in Tschechien und Polen (jeweils 34% Zufriedenheit). Besonders schlecht ist der Eindruck in Italien: Hier gab nur jeder siebte Befragte (14%) an, mit dem einheimischen Bankensystem zufrieden zu sein. Dies dürfte vor allem daran liegen, dass in Italien die meisten Banken seit kurzem viele Dienstleistungen nicht mehr - wie bisher üblich - kostenlos anbieten.
Wenig verwunderlich ist angesichts dieser Zahlen, dass zwei von drei Italienern (68%) meinen, der Heimatmarkt müsse sich stärker ausländischen Banken öffnen und nur jeder fünfte das Aufkommen möglicher pan-europäischer "Super-Banken" ablehnt. Dagegen ist die Ablehnungsquote solcher grenzüberschreitenden Institute in Deutschland (74%) und Großbritannien (67%) am höchsten. Ungeachtet der relativ großen Zufriedenheit mit der heimischen Bank: Über die Hälfte der Befragten (60%) kann sich vorstellen, Finanzprodukte einer ausländischen Bank zu kaufen. Sogar zwei von drei (68%) befürworten die Schaffung eines einheitlichen europäischen Finanzdienstleistungsmarktes, um die Inanspruchnahme und den Erwerb von Bankprodukten innerhalb Europas zu erleichtern.
Die Umfrage zeige, so die KPMG, dass die Kunden in Europa im Großen und Ganzen mit ihren einheimischen Banken zufrieden sind. Banken mit pan-europäischen Bestrebungen sollten sich, schaue man sich die Ergebnisse der Umfrage an, dabei nicht zu sehr auf die entwickelten Märkte in Nord- und Mitteleuropa konzentrieren - es sei denn, sie seien bereit, dabei große Anstrengungen zu unternehmen. Sie sollten ihr Augenmerk stattdessen auf süd- und südosteuropäische Länder richten, wo die Kunden dem Markteintritt ausländischer Banken gegenüber positiver gestimmt seien.
Die Studie ist abrufbar unter: http://www.kpmg.de/pdf/Consumer_Banking_Survey.pdf

Quelle: FINANZ BETRIEB, 23.03.2004

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