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Studie zum Anlegerverhalten im 3. Quartal 2004

Zwei Drittel (66%) der Finanzentscheider rechnen für die nächsten sechs Monate mit steigenden oder ...

Zwei Drittel (66%) der Finanzentscheider rechnen für die nächsten sechs Monate mit steigenden oder seitwärts gerichteten Aktienmärkten. Dies geht aus der Umfrage von Union Investment zum Anlegerverhalten im dritten Quartal 2004 hervor. Die Erwartungen für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland sind leicht optimistischer als zuvor. Nahezu unverändert ist dagegen die Einschätzung der persönlichen finanziellen Situation.
Seit Anfang 2001 lässt Union Investment durch das Marktforschungsinstitut Forsa quartalsweise eine Erhebung zum Anlageverhalten durchführen. Befragt werden 500 Finanzentscheider in privaten Haushalten im Alter von 20 bis 59 Jahren, die mindestens eine Geldanlage besitzen.
Hatte die positive Einschätzung für die Entwicklung der Aktienmärkte im ersten Quartal 2004 noch einen Rekordwert erreicht, prägt jetzt zum zweiten Mal in Folge verhaltener Optimismus das Bild. So sind die Umfragewerte aus dem dritten Quartal 2004 nahezu unverändert gegenüber dem zweiten Quartal 2004. Wiederum knapp ein Drittel der Befragten (31%) rechnet damit, dass die Aktienmärkte in den nächsten sechs Monaten leicht oder stark steigen werden. 35% glauben an eine Seitwärtsbewegung der Märkte, etwas weniger als im vorangegangenen Quartal mit 37%. Mehr als jeder Vierte (27%) erwartet leicht oder stark fallende Märkte. 26% waren dies im zweiten Quartal 2004.
In dieser Einschätzung spiegeln sich offenbar die weiterhin bestehenden Unsicherheiten bezüglich der Ölpreisentwicklung, der anhaltenden Konflikte im Nahen Osten und der gedämpfteren Konjunkturperspektiven wider.
Unter den Befragten, die aus ihrer Einschätzung der Aktienmärkte Konsequenzen ziehen werden, äußern 44% der Aktien(fonds)besitzer Kaufabsichten. Im vorigen Quartal waren dies erst 41%. Gestiegen ist mit 22% (15% im zweiten Quartal 2004) aber auch der Anteil derjenigen, die einen Verkauf in Erwägung ziehen. Bei denjenigen, die noch keine Aktien(fonds) besitzen, planen jetzt 27% einen Kauf von Aktien oder Aktienfonds. Im vorangegangenen Quartal waren es 32%.
Im Hinblick auf die wirtschaftliche Situation in Deutschland sind die Bürger ein wenig optimistischer eingestellt. Zwar glaubt nach wie vor mehr als die Hälfte (53%), dass sich die Situation in den nächsten sechs Monate verschlechtern wird. Der Anteil der Optimisten stieg jedoch von 14% im zweiten Quartal auf 19% im dritten Quartal 2004. Trotz der leicht optimistischeren Einschätzung für die gesamtwirtschaftliche Lage bleiben die Erwartungen im Hinblick auf die persönliche finanzielle Situation nahezu unverändert. 22% (nach 22% im ersten Quartal 2004) rechnen damit, dass sie sich verbessern wird. Fast jeder Vierte (23%, nach 21% im ersten Quartal 2004) befürchtet dagegen, dass sich seine persönlichen Finanzen verschlechtern werden.

Quelle: FINANZ BETRIEB, 04.11.2004

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