Studie zum IT-Markt
Software-Piraten setzen IT-Branche zu

Software-Piraterie bremst einer Studie zufolge das Wachstum der IT-Branche in Deutschland. Derzeit handele es sich bei 34 % der in Deutschland eingesetzten Software um Raubkopien, teilte die Business Software Alliance (BSA), Auftraggeber der Studie, am Mittwoch in München mit.

HB/dpa MÜNCHEN/HAMBURG. Bei einer Senkung dieser Quote auf 24 % würden demnach in der Branche bis 2006 zusätzlich 40 000 Arbeitsplätze entstehen. Die BSA kämpft im Auftrag von Software-Herstellern gegen die Verwendung von Raubkopien. Sie fordert unter anderem härtere Strafen. Erstellt wurde die Studie vom Marktforschungsinstitut IDC. Sie basiert auf den Zahlen aus 57 Ländern.

Auch ohne eine Senkung der Piraterie-Quote wird die IT-Branche in Deutschland der Studie zufolge wachsen, allerdings weniger stark. Die Zahl der Beschäftigten wird demnach von derzeit etwa 540 000 bis 2006 auf 690 000 ansteigen - bei einem Eindämmen der Piraterie auf 730 000. Der Umsatz werde von 61 Mrd. ? auf 80 Mrd. ? klettern - sollte der Anteil der Raubkopien wie erhofft verringert werden, wären der Studie zufolge sogar 86 Mrd. ? möglich.

Der BSA-Regionalmanager für Zentraleuropa, Georg Herrnleben, sagte: "Erst wenn lokale Unternehmer eine sichere Chance haben, ihre Produkte wirklich zu verkaufen und vor dem Diebstahl ihres geistigen Eigentums geschützt werden, können sie damit auch Profit erzielen." In den vergangenen Jahren sei die Software-Piraterie in Deutschland nur geringfügig eingedämmt worden. Auf Grund der Wirtschaftsflaute hätten zudem Unternehmen illegale Software eingesetzt, um die Kosten für die Lizenz zu sparen.

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