Studie zur E-Business-Nutzung
IT-Investitionen ziehen 2004 wieder deutlich an

Die Investitionen in Produkte aus der Informations- und Kommunikationstechnik (ITK) werden im laufenden Jahr leicht und dann 2004 "deutlich ansteigen". Das ist das Ergebnis einer Befragung bei deutschen Unternehmen zur gegenwärtigen und geplanten Nutzung von E-Business, die am Dienstag in Berlin gemeinsam vom Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), dem Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom), dem Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation sowie der Wegweiser GmbH Berlin vorgestellt wurde.

vwd BERLIN. Vor allem mittelständische Unternehmen werden laut der Studie in allen Bereichen wie Beratungsdienstleistungen, IT-Hardware, Standardsoftware und Entwicklungs- und Integrationsdienstleistungen investieren. Ein Drittel der befragten kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) rechnet mit steigenden Investitionen. "Vor dem Hintergrund, dass der Mittelstand mit der Umsetzung von E-Business im Rückstand ist und dass er eher kurzfristige Entscheidungen treffen wird, ist es gut möglich, dass der Mittelstand zum E-Business-Motor in Deutschland wird", heißt es in der Untersuchung. Die Bedeutung von E-Business in den KMU werde sich bis 2006 der in den Großunternehmen annähern.

Bis auf Standardsoftware rechnen die Großunternehmen 2003 und 2004 insgesamt eher mit einer abnehmenden Investitionstendenz. Nur 19 % der befragten Großunternehmen rechnet 2004 mit steigenden Investitionen. Diese Einschätzung ist allerdings laut Umfrage vor dem Hintergrund zu sehen, dass die Großunternehmen in der Umsetzung von E-Business bereits fortgeschritten sind und erhebliche Investitionen von ihnen bereits in den vergangenen Jahren getätigt wurden.

Trotz des eher positiven Ausblicks auf das kommende Jahr bezeichnete Bitkom-Geschäftsführer Peter Broß die Entwicklung in Deutschland insofern als "Besorgnis erregend", als der ITK-Weltmarkt schneller wachse als der deutsche ITK-Markt. "Das bedeutet, dass wir im Weltmaßstab Marktanteile verlieren", sagte Broß. Für das laufende Jahr bleibe Bitkom bei seiner Prognose, dass das Wachstum auf dem deutschen ITK-Markt bei einer "schwarzen Null" liegen werde. Für das kommende Jahr rechnet der Verband mit einem Wachstum des deutschen ITK-Marktes um drei Prozent.

In Westeuropa wird das Wachstum nach der Bitkom-Prognose 2003 bei 2,5 % und 2004 bei 4,1 % liegen, weltweit 2003 bei 4,5 % und 2004 bei 5,7 %, sagte Broß. Laut der Umfrage glauben bereits 80 % der Unternehmen, dass 2006 E-Business eine große Bedeutung haben wird. Wesentlich Gründe für die Nutzung von E-Business liegen darin, die Geschwindigkeit von Prozessen zu steigern, die Reaktion auf Anforderungen von Kunden zu verbessern und Kosten zu sparen. Umsatzsteigerungen oder die Erschließung neuer Märkte ist für die Mehrzahl der Unternehmen hingegen nicht mehr vorrangig für die Nutzung von E-Business.

Für die Umfrage wurden von Februar bis März 2003 rund 13 000 Industrie- und Dienstleistungsunternehmen unterschiedlicher Branchen und Größenklassen befragt, von denen 934 antworteten.

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