Studie zur Euro-Umstellung
Mittelstand hat sich auf den Euro schlecht vorbereitet

Eine IBM-Umfrage ergab, dass 60 bis 70 Prozent der 3,3 Millionen kleinen und mittelgroßen Firmen ihre Buchungssysteme noch nicht auf die neue Währung umgestellt haben.

HANDELSBLATT, 4.9.2001 dpa BERLIN. Die deutsche Wirtschaft hinkt der europäischen Konkurrenz bei der Umstellung auf den Euro weit hinterher. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage des Computerkonzerns IBM unter 130 000 europäischen Unternehmen. Knapp jedes dritte Unternehmen wolle erst zum 1. Januar 2002 auf die neue Währung umstellen, heißt es darin. Dies sei die höchste Zahl unter den Euro-Ländern. In Portugal wollten dagegen nur zwei Prozent der Befragten bis zum Schluss warten. Vor allem der deutsche Mittelstand ist auf die Euro-Umstellung schlecht vorbereitet. Die IBM-Umfrage ergab, dass 60 bis 70 Prozent der 3,3 Millionen kleinen und mittelgroßen Firmen ihre Buchungssysteme noch nicht auf die neue Währung umgestellt haben.

Der Präsident des Bundesverbandes Mittelständische Wirtschaft, Mario Ohoven, rief die Firmen zum Handeln auf: "Egal, was die Bundesregierung versäumt hat, jetzt ist der Unternehmer dran." Das Verdrängen von Aufwand und Kosten seien die wichtigsten Gründe für den Rückstand. Insgesamt rechnet der Mittelstand mit Kosten zwischen 2 und 3,5 Milliarden DM für die Euro-Umstellung.

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