Studio liefert wieder Filme
Premiere einigt sich mit Universal

Dem angeschlagenen Bezahlsender Premiere werden die Hollywood-Filme doch nicht ausgehen - wie wegen der Pleite der Muttergesellschaft Kirch Media zunächst befürchtet. Premiere hat mit der Filmtochter des französisch-amerikanischen Medienkonzerns Vivendi Universal einen langfristigen Vertrag abgeschlossen.

hps DÜSSELDORF. Das bestätigten Branchenkreise dem Handelsblatt am Sonntag. Das Filmpaket beinhaltet Kinoerfolge wie "Gladiator", "Erin Brokovich" und "Die Rückkehr der Mumie".

Für Premiere ist der Vertrag mit den Universal-Studios ein wichtiger Schritt in eine Zukunft ohne Kirch: Denn zum ersten Mal kauft Senderchef Georg Kofler ohne den teuren Umweg über den insolventen Gesellschafter Kirch Media ein. Universal ist nach Dreamworks (Steven Spielberg) und Fox (Rupert Murdoch) das dritte Hollywood-Studio, das sich mit Premiere einigt. Auch ein Vertrag mit dem Hollywood-Studio Paramount sei in greifbare Nähe gerückt, heißt es aus dem Umfeld der Beteiligten.

Nach Angaben aus Branchenkreisen ist auch der Fortbestand der Kanäle "Studio Universal" und "13th Street" auf Premiere über einen weiteren Vertrag langfristig garantiert. Die Programmhoheit liege bei Universal. "Studio Universal" zählt zu einem der beliebtesten Kanäle der derzeit 2,4 Millionen Abonnenten. Auf der heute beginnenden Telemesse präsentieren sich die Universal-Kanäle erstmals der Werbewirtschaft.

Mit dem bereits unterschriebenen Vertrag zwischen Premiere und Universal sind die jahrelangen Streitigkeiten über Filmlieferungen beendet. Allerdings will Universal an der an einem US-Gericht anhängigen Klage gegen die insolvente Kirch Media wegen nicht bezahlter Rechnungen festhalten.

Premiere sucht mit Hilfe der Investmentbank Morgan Stanley nach neuen Investoren. Im vergangenen Jahr musste das Bezahlfernsehen einen Nettoverlust von 1,02 Mrd. Euro verbuchen. Vor Ende 2004 werden keine Gewinne erwartet.

Quelle: Handelsblatt

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