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Stürmischer Wintereinbruch: Zwei Tote

Schwere Stürme, starke Schneefälle, spiegelglatte Straßen: Wenige Tage vor dem offiziellen Winterbeginn hat die kalte Jahreszeit weite Teile Deutschlands bereits fest im Griff. Mindestens zwei Menschen starben bei wetterbedingten Unfällen auf den Straßen.

dpa HAMBURG. Schwere Stürme, starke Schneefälle, spiegelglatte Straßen: Wenige Tage vor dem offiziellen Winterbeginn hat die kalte Jahreszeit weite Teile Deutschlands bereits fest im Griff. Mindestens zwei Menschen starben bei wetterbedingten Unfällen auf den Straßen.

Nachdem das Sturmtief in Frankreich mindestens sieben Menschenleben kostete, fegten Orkanböen mit Geschwindigkeiten bis zu 170 Stundenkilometern in der Nacht zum Samstag auch über den Südwesten Deutschlands und die Schweiz hinweg.

In Rheinland-Pfalz entgleiste ein Regionalzug, als ein vom Sturm entwurzelter Baum die Strecke blockierte. Der Lokführer und neun Fahrgäste wurden bei dem Unfall zwischen den Bahnhöfen Hagenbach und Neuburg leicht verletzt, wie ein Bahnsprecher am Samstag mitteilte.

In Baden-Württemberg waren mehrere Städte zeitweise ohne Strom, nachdem der Sturm Leitungen unterbrochen hatte. Umgestürzte Bäume behinderten zusammen mit starken Schneefällen vor allem im Schwarzwald den Verkehr. Auch in Hessen hielt der Sturm die Feuerwehr in Atem. In Wiesbaden konnte ein losgerissenes, 30 mal zehn Meter großes Werbesegel erst nach vier Stunden und mit Hilfe von 15 Mann und einer Höhenrettungstruppe gesichert werden.

In den Schweizer Bergen erreichte der Sturm Orkanstärke. Auf dem Jungfraujoch wurden Windgeschwindigkeiten von 170 Stundenkilometern gemessen. Auch über tiefer liegende Gebiete wie Zürich und Basel fegte der Sturm mit mehr als 100 Stundenkilometern. Bis in tiefe Lagen fiel Schnee. Mehrere Gemeinden waren zeitweise ohne Strom.

In Bayern starben seit Freitagabend mindestens zwei Menschen auf den Straßen, nachdem Schnee und Glatteis erhebliche Behinderungen verursacht hatten. Im Fichtelgebirge wurde Schneekettenpflicht angeordnet. Im Berchtesgadener Land starb ein 23-Jähriger, als sein Auto bei Schneeglätte gegen einen Baum prallte. Für den tödlichen Unfall eines 18-jährigen Führerscheinneulings im Landkreis Weißenburg war nach Polizeiangaben nicht das Wetter, sondern überhöhte Geschwindigkeit verantwortlich.

Auf der A sieben zwischen Hamburg und Hannover gab es bei einem Serienunfall auf schneeglatter Fahrbahn einen Toten und vier Schwerverletzte. Die Autobahn bei Bispingen in Niedersachsen wurde in Richtung Hamburg gesperrt. Auf der schneebedeckten Autobahn Kassel- Fulda (A 7) kippte der unbeladene Anhänger eines Lastwagens um. Auf der A fünf zwischen Kassel und Darmstadt stürzte eine 60 Tonnen schwere Röhre für eine Windkraftanlage auf die Fahrbahn. Die Strecke blieb in Richtung Norden für mehrere Stunden gesperrt. Auch in Thüringen kam es durch den Wintereinbruch zu zahlreichen Unfällen. Es blieb jedoch bei Blechschäden.

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