Stundenlange Verhandlungen
Gazastreifen: Deutscher Rot-Kreuz-Helfer wieder frei

Nach rund zwölfstündiger Geiselhaft ist ein deutscher Rot-Kreuz-Mitarbeiter am Donnerstagabend im Gazastreifen wieder freigelassen worden. Wie das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) in Jerusalem mitteilte, sei der 34 Jahre alte Nikolai Panke aus Hamburg gegen 23.00 Uhr Ortszeit freigekommen.

HB/dpa JERUSALEM/GENF. Er sei unversehrt und wohlauf. "Es geht ihm gut", sagte IKRK-Sprecherin Antonella Notari in Genf. Panke befinde sich bei seinen Kollegen in Chan Junis im Süden des Gazastreifens. Dort war er am Donnerstagmittag von bewaffneten Palästinensern verschleppt worden, während er Lebensmittel an Obdachlose verteilte.

Der Freilassung des Deutschen seien stundenlange Verhandlungen mit den Geiselnehmern vorausgegangen, sagte die IKRK-Sprecherin. Über die Umstände, die zur Freilassung führten, und mögliche Forderungen machte sie keine Angaben.

Nach Angaben von palästinensischen Augenzeugen handelte es sich bei den Geiselnehmern um entlassene palästinensische Polizisten. Palästinensische Sicherheitsbeamte sagten, vor zwei Monaten habe die selbe Gruppe drei Italiener im Gazastreifen entführt, später aber wieder unversehrt freigelassen. Sie sprachen von einer "kriminellen Tat". Aus Kreisen der Palästinenserbehörde verlautete, die Geiselnehmer verlangten ihre Wiedereinstellung bei der Polizei.

Panke ist seit März dieses Jahres als Rot-Kreuz-Mitarbeiter im Gazastreifen tätig.

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