Sturm von UN-Gelände möglich
Erneut Kämpfe im Kongo

Erstmals seit dem Waffenstillstand in der nordostkongolesischen Provinz Ituri vor zwei Wochen sind neue Kämpfe in der Distrikthauptstadt Bunia ausgebrochen. Vertreter der UN - Mission für Kongo (Monuc) sprachen am Mittwoch von mindestens zwei Toten und fünf Verletzten nach Kämpfen zwischen Milizen der Volksstämme der Hema und der Lendu.

HB/dpa NAIROBI. Kämpfer der Union der kongolesischen Patrioten (UPC) des Hema-Stammes hätten gedroht, das UN-Gelände zu stürmen, auf dem Tausende von Zivilisten Schutz suchen.

Die UPC habe die Zivilisten über den Rundfunk aufgefordert, in ihre Häuser zurückzukehren. Andernfalls würden die Kämpfer die Menschen mit Gewalt vom UN-Gelände vertreiben. Ein UN-Sprecher in New York, Fritz Eckhard, verurteilte die Drohung am Dienstagabend (Ortszeit).

Rund 12 000 Menschen suchen derzeit auf dem notdürftig gesicherten Monuc-Gelände Schutz vor den Milizen beider rivalisierenden Stämme, die seit Monatsanfang Massaker in der Kleinstadt verübt haben. Mehr als 300 Menschen sind ums Leben gekommen, seit die Kämpfe nach dem Abzug ugandischer Truppen wiederaufgeflammt sind. Zehntausende von Menschen flüchteten in Nachbarländer oder südlichere Regionen Kongos.

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