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Stuttgart bezwingt den FC Bayern

Hamburg (dpa) - Der VfB Stuttgart hat den Kampf um den zweiten Startplatz in der Champions League wieder spannend gemacht. Die Schwaben gewannen gegen den FC Bayern München mit 3:1 und kamen bis auf einen Zähler an den Tabellen-Zweiten der Fußball-Bundesliga heran.

Mit zwei Punkten Rückstand auf den VfB bleibt auch Bayer Leverkusen nach dem sensationellen 6:2-Sieg beim frisch gebackenen Meister Werder Bremen weiter im Rennen. Gewinnt die Werkself am letzten Spieltag ihr Heimspiel gegen Stuttgart, darf sie auf jeden Fall in der Qualifikation zur Champions League antreten.

Auch die Frage, wer den 1. FC Köln in die 2. Liga begleitet, wird erst am letzten Spieltag beantwortet. Allerdings hat der TSV 1860 München nach dem 1:1 im Kellerderby gegen Hertha BSC im Kampf um den Verbleib in der Bundesliga schlechte Karten. Auch Aufsteiger Eintracht Frankfurt, der mit dem 3:2 gegen den VfL Bochum seine Chance auf die Rettung wahrte, kann nur noch ein ähnliches Wunder wie 1999 vor dem Abstieg retten. Vor der 34. Runde liegen die Sechziger und die Eintracht bereits drei Punkte hinter dem Tabellen-15. 1. FC Kaiserslautern zurück, der bei Schalke 04 mit 1:4 unter die Räder kam.

Unkonzentriert präsentierte sich Werder Bremen gegen Leverkusen. Bereits zur Pause schien die Partie im Weserstadion nach Toren von Franca (7./21.) und Daniel Bierofka (12.) zu Gunsten der Werkself entschieden. Anschließend keimte durch Mladen Krstajic (50.) und das 28. Saisontor von Ailton (54.) noch einmal Hoffnung auf, doch wiederum Franca (61.), Dimitar Berbatow (65.) und Oliver Neuville (80.) machten das Debakel der Bremer perfekt. Damit erhielt die Stimmung beim SV Werder vor der für den Abend geplanten Meisterparty ein herben Dämpfer.

Eine Woche nach dem gegen Bremen verspielten Titel hatte der FC Bayern auch in Stuttgart nichts zu bestellen. Imre Szabics (19./52.) und Kevin Kuranyi (54.) zerstörten die Hoffnung der Münchner, sich vorzeitig einen Platz in der Champions League zu sichern. Auch Sebastian Deisler, der nach der Pause erstmals nach einem halben Jahr Pause wieder Bundesliga-Luft schnupperte, konnte das Blatt nicht mehr wenden. Claudio Pizarro (77.) gelang immerhin noch ein Gegentor.

Im Kampf um die UEFA-Cup-Teilnahme hat Borussia Dortmund den Revier-Nachbarn aus Bochum wieder von Platz fünf verdrängt. Durch Tore der Brasilianer Ewerthon (15.), Dede (45.) und Jan Koller (83.) bei einem Gegentreffer von Ivo Ulich (10.) gewannen die Westfalen mit 3:1 gegen Borussia Mönchengladbach.

Seine eklatante Auswärtsschwäche hat den 1. FC Kaiserslautern wieder in große Abstiegsnot gebracht. Die Pfälzer gerieten in der Arena «AufSchalke» durch Torsten Reuter (2./Eigentor), Ebbe Sand (24./67.) und Sven Vermant (34./Foulelfmeter) auf die Verliererstraße. Halil Altintop (54.) traf für die Lauterer.

Ein von Francis Kioyo (89.) verschossener Foulelfmeter brachte 1860 München um einen Sieg gegen Hertha BSC. Zuvor hatte Alexander Madlung (82.) die Führung der Sechziger durch Rodrigo Costa (6.) ausgeglichen. Während die Berliner nach dem Punktgewinn den Klassenverbleib feierten, gingen die Münchner mit hängenden Köpfen vom Platz.

Eintracht Frankfurt träumt plötzlich wieder von einem Fußball- Wunder. Christoph Preuß (13.), Jurica Puljiz (19.) und Ioannis Amanatidis (51.) sicherten den Erfolg gegen den VfL Bochum, für den Vahid Hashemian (30.) und Dariusz Wosz (48.) trafen. Hannover 96 kam im Niedersachsen-Derby gegen den VfL Wolfsburg nicht über ein 0:0 hinaus, hat sich damit aber endgültig in Sicherheit gebracht. Ebenfalls torlos trennten sich der SC Freiburg und der Hamburger SV.

Der 1. FC Köln verabschiedete sich für diese Saison mit einem 4:0 gegen Hansa Rostock von seinen Fans im RheinEnergie-Stadion. Lukas Podolski (45.-Handelfmeter/59.), Andrew Sinkala (56.) und Dirk Lottner (88.) sicherten den FC-Erfolg gegen die durch Platzverweise gegen Rene Rydlewicz und Kim Madsen dezimierten Rostocker.

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