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Stuttgart gewinnt Spitzenspiel gegen Leverkusen

Der VfB Stuttgart hat sich gegen Bayer Leverkusen eindrucksvoll für den Rauswurf aus der Champions League und die beiden Vorjahresniederlagen revanchiert.

dpa STUTTGART. Der VfB Stuttgart hat sich gegen Bayer Leverkusen eindrucksvoll für den Rauswurf aus der Champions League und die beiden Vorjahresniederlagen revanchiert.

Der Tabellenzweite gewann das Spitzenspiel der Fußball-Bundesliga gegen den Viertplatzierten 3:0 (2:0) und festigte damit seinen zweiten Rang. Die beiden Verteidiger Philipp Lahm (12.) und Martin Stranzl (42.) sorgten vor 45 000 Zuschauern im Daimlerstadion mit ihren ersten Saisontreffern für die Vorentscheidung. Silvio Meißner setzte mit einem sicher verwandelten Foulelfmeter (90.+2) den Schlusspunkt. Die Schwaben bleiben damit weiter ungeschlagen.

Mit einem 2:0-Sieg beim Bundesliga-Finale der vergangenen Saison hatte Leverkusen die Stuttgarter noch auf den vierten Platz verwiesen und damit aus der "Königsklasse" gedrängt. Nun freute sich Trainer Matthias Sammer über den starken Auftritt des Uefa-Cup-Teilnehmers: "Wir haben kompakt und aggressiv und sehr überzeugend gespielt. Ich kann der Mannschaft nur gratulieren."

Bayer-Trainer Klaus Augenthaler hatte dieses Mal überraschend eine Dreier-Abwehr-Kette aufgeboten und zog Bernd Schneider ins rechte Mittelfeld vor, umso mehr Druck zu erzeugen. Der zuletzt fehlende Nationalspieler war ebenso wie Stürmer Franca wieder mit dabei, dafür musste Paul Freier zunächst auf die Bank. VfB-Trainer Matthias Sammer nahm die im Pokal gegen Oberhausen geschonten Stammspieler Lahm, Horst Heldt und Silvio Meißner wieder in die Mannschaft, was sich auszahlte.

Augenthalers taktischer Schachzug ging dagegen nicht auf. Der VfB ließ sich davon nur anfangs etwas verwirren. Nach der ersten Chance durch Cacau, der nur den Pfosten traf (8.), verstärkten die Platzherren ihre Angriffsbemühungen. Nachdem Leverkusens Torhüter Jörg Butt einen Freistoß Heldts nur abwehren konnte, hämmerte Lahm den ball unhaltbar ins Netz. Imre Szabics hätte zwei Minuten später nach herrlichem Zuspiel Heldts das 2:0 erzielen können, schoss aber völlig frei stehend vorbei.

Bei Stranzls Kopfballtreffer aus starker Bedrängnis leistete wieder der auffällig agierende kleine Stuttgarter Antreiber die Vorarbeit, diesmal per Ecke. Bei Bayers einziger Möglichkeit vor dem Seitenwechsel köpfte Dimitar Berbatow aus allerdings stark abseitsverdächtiger Position VfB-Schlussmann Timo Hildebrand in die Arme. Der sonst so gefährliche Bulgare und sein Angriffspartner Franca blieben weit gehend harmlos.

Die Gäste fanden auch im zweiten Durchgang kein Mittel, sich in der Offensive gefällig in Szene zu setzen. Auch aus dem Mittelfeld kamen zu wenig Impulse. So war es für die gut gestaffelte VfB-Defensive einfach, Leverkusen zu kontrollieren und selbst nach vorne zu agieren. Cacau (49.), Meißner (59.) und Lahm (69.) boten sich im Zehn-Minuten-Takt Chancen, das Ergebnis zu erhöhen.

Danach stellten die Schwaben ihre Angriffsbemühungen aber weit gehend ein. Nur der eingewechselte Christian Tiffert prüfte bei Kontern Butt noch zwei Mal ernsthaft (82. und 87.). Bei Meißners Strafstoß nach Foul von Andrej Woronin an Alexander Hleb war er aber machtlos. Hildebrand war dagegen nicht mehr gefordert. "Wir sind nicht als Mannschaft aufgetreten", ärgerte sich Augenthaler. "Stuttgart hatte keine Probleme, unsere Stürmer zu stoppen." Schlussmann Butt schloss sich in seiner Kritik nicht aus. "Wir sind zu unkonzentriert und nicht aggressiv genug. Wir müssen sehen, dass wir möglichst schnell die Kurve kriegen", sagte er.

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