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Stuttgart in Torlaune: 5:2-Sieg gegen Bochum

Gut in Schuss präsentiert sich der VfB Stuttgart vor den beiden richtungweisenden Partien vor der Winterpause gegen Bundesliga-Spitzenreiter Bayern München und Dinamo Zagreb im Uefa- Cup.

dpa STUTTGART. Gut in Schuss präsentiert sich der VfB Stuttgart vor den beiden richtungweisenden Partien vor der Winterpause gegen Bundesliga-Spitzenreiter Bayern München und Dinamo Zagreb im Uefa - Cup.

Die zuletzt unter Ladehemmung leidenden Schwaben fertigten den VfL Bochum 5:2 (2:1) ab und untermauerten damit ihren Anspruch, im Kampf um die Meisterschaft ein Wörtchen mitzureden. "Wir haben gezeigt, dass wir Tore schießen können", sagte Nationalstürmer Kevin Kuranyi, der mit seinem Doppelpack entscheidenden Anteil am sechsten Heimsieg hatte. Allerdings räumte VfB-Trainer Matthias Sammer ein, dass der Erfolg "einen Tick zu hoch" ausgefallen sei.

Sammer stieß vor allem sauer auf, dass seine Schützlinge ein scheinbar frühzeitig entschiedenes Spiel noch beinahe aus den Händen gegeben hätten. "Wenn ich 2:0 führe, darf ich keine Luft mehr ran lassen", kritisierte er den Rückfall bis zum Ausgleich durch Edu (33.) und Marcel Maltritz (59.). "Da muss ich einem eigentlich schon geschlagenen Gegner durch Körperhaltung signalisieren, ihr könnt nach Hause fahren." Aber wie so oft zuletzt verfielen die Stuttgarter in eine Art Lethargie und ließen die Westfalen wieder heran. "Ich verstehe das noch nicht richtig, werde das aber herausbekommen", rätselte Sammer.

Ein anderes Rätsel hat er bereits gelöst: Kuranyi und Alexander Hleb, die zuletzt durch ihre schwankenden Leistungen Sammers Sorgenkinder waren, präsentierten sich in Top-Form. Kuranyi kommentierte seine sehenswerten Treffer (23./81.) erleichtert: "Diese Tore waren sehr, sehr wichtig für mich. Ich hatte ein gutes Gespräch mit dem Trainer, das mir sehr geholfen hat."

Auch Spielmacher Hleb, der seine glänzende Vorstellung mit einem Traumtor (68.) zum wichtigen 3:2 krönte, bedankte sich bei Sammer: "Er hat mir vertraut." Der VfB-Coach hatte dem stark in der Kritik stehenden Weißrussen nach eigenen Worten "ein, zwei harmlose Hilfen gegeben". VfL-Innenverteidiger Raymond Kalla per Eigentor (5.) und Silvio Meißner (75.) erzielten die restlichen VfB-Treffer.

Gestärkt durch neues Selbstbewusstsein fiebern die Stuttgarter nun dem Südschlager gegen die Bayern und ihren Ex-Trainer Felix Magath entgegen. "Wenn wir so spielen, ist auch in München was drin", meinte Torhüter Timo Hildebrand, der Fragen über einen möglichen Wechsel zum deutschen Rekordmeister auswich: "Bayern hat doch einen guten Torhüter." Kapitän Zvonimir Soldo, dessen Vertragsverlängerung ebenfalls noch offen ist, will "Wiedergutmachung" für die 0:3-Pokal- Pleite vor wenigen Wochen. "Da muss unser Auftreten aber deutlich anders sein als im Pokal", appellierte Sammer an seine Spieler, nicht wieder in den alten Schlendrian zu verfallen.

Stuttgart hatte lange Zeit erhebliche Mühe mit dem offensiv und couragiert auftretenden Tabellen-16., der nicht wie ein Abstiegskandidat wirkte. "Wir kommen da unten raus", versicherte VfL- Trainer Peter Neururer denn auch zuversichtlich. "Das Spiel hätte einen anderen Ausgang haben können. Wir werden den Kopf nicht in den Sand stecken und alle Kräfte mobilisieren. Gegen den Hamburger SV sind drei Punkte nicht unbedingt Pflicht, aber ein Wunsch."

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