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Stuttgart, Schalke und Aachen vor Bewährungsprobe

Die Premiere der Uefa-Cup-Gruppenphase wird für den VfB Stuttgart, den FC Schalke 04 und Alemannia Aachen auch zum Kampf um das internationale Renommee des deutschen Fußball und zum Rechenexempel.

dpa DÜSSELDORF. Die Premiere der Uefa-Cup-Gruppenphase wird für den VfB Stuttgart, den FC Schalke 04 und Alemannia Aachen auch zum Kampf um das internationale Renommee des deutschen Fußball und zum Rechenexempel.

Die zwei Bundesligisten und Aachen als einziger Zweitliga-Vertreter unter den 40 beteiligten Teams in den acht Gruppen verbessern mit jedem der insgesamt zwölf möglichen Siege die deutsche Bilanz für die Uefa-Fünfjahreswertung. Solche Erfolge tun Not: Denn in den vergangenen Jahren ist ein vierter Startplatz in der Champions League in weite Ferne gerückt.

Doch der Rechenschieber spielt für Bundesliga-Tabellenführer Stuttgart in der Partie bei KSK Beveren/Belgien mit seinen 13 afrikanischen Profis von der Elfenbeinküste, den ehemaligen Uefa-Cup-Gewinner Schalke gegen den Schweizer Meister FC Basel und den Zweitliga-Tabellendritten Aachen gegen den in Frankreich zweitplatzierten OSC Lille vorerst keine Rolle: Es geht nur um den perfekten Start. Deshalb warnt VfB - Trainer Matthias Sammer davor, Beveren auf die leichte Schulter zu nehmen: "Die Bundesliga und unsere gute Serie sind irrelevant."

Der VfB hat aber allen Grund, sich "nicht kleiner zu machen als wir sind" (Sammer). Die Stuttgarter sind in den zwölf Spielen dieser Saison ungeschlagen. Auch die "Knappen" aus Gelsenkirchen und die Alemannia-Profis aus Aachen strotzen vor Optimismus: Schalke veredelte seinen Aufwärtstrend unter dem neuen Trainer Ralf Rangnick mit dem 1:0 bei Bayern München, Aachens Torfabrik läuft mit neun Treffern aus zwei Zweitliga-Partien auf Hochtouren. "Bei uns herrscht Euphorie. Wir haben keinerlei Druck und können nur gewinnen", gab Chefcoach Dieter Hecking die Parole aus: Respekt ja, Angst nein!

"Auf Schalke" hat sich die Stimmung mit Jupp-Heynckes-Nachfolger Rangnick massiv verändert. Wo vor fünf Wochen noch Sorgen en masse herrschten, gibt es heute eigentlich nur noch ein Problem, und das heißt ausgerechnet Ailton. Weil die Stürmer Ebbe Sand und Gerald Asamoah im Moment einen "Lauf" haben und der zuletzt gesperrte Lincoln wieder spielen darf, scheint für Bundesliga-Torschützenkönig Ailton gegen den Schweizer Spitzenreiter Basel kein Platz in der Startformation zu sein: "Toni hat selbst gesagt, dass er noch nicht die Form hat, die er braucht. Wir müssen ihn wieder dahin bringen, die Form zu bekommen, die er in Bremen hatte", sagte Rangnick.

Die Schalker müssen auf die Verletzten Jörg Böhme und Fabian Lamotte verzichten, bei Stuttgart ist der Kader bis auf die Langzeitverletzten Fernando Meira, Boris Zivkovic und Marco Streller komplett. Nationalstürmer Kevin Kuranyi winkt nach seinem 35-minütigen Comeback beim 2:0 gegen Dortmund sogar ein Einsatz von Beginn an. Bei Aachen haben Cristian Fiel und Dauerläufer Willi Landgraf ihre Grippeerkrankungen überwunden.

Ein Problem fernab des Rasens hat der VfB Stuttgart: Weil die Partie in Belgien als einzige mit deutscher Beteiligung nicht original im Fernsehen übertragen wird, wurde Club-Präsident Erwin Staudt drastisch: "Diese Sender haben offensichtlich nicht verstanden, dass der VfB Stuttgart den attraktivsten Fußball aller deutschen Uefa-Cup-Teilnehmer spielt."

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