Stylers Kleiderschrank ist niemals vollgestopft
Der "Styler" liebt es extravagant und teuer

Es gibt einen neuen Konsumenten-Typ: Den Styler. Und der ist unter 40, unverheiratet und liebt ganz besonders die extravaganten und teuren Dinge des Lebens.

HB DORTMUND. Dortmunder Soziologen haben einen neuen Konsumenten-Typ entdeckt: den Styler. "Er ist in der Regel unter 40, unverheiratet und will sich als besonders extravaganter Trendshopper von der Masse abheben", erklärte die Soziologin Michaela Pfadenhauer von der Universität Dortmund am Freitag.

Styler bevorzugten so genannte "Konzept-Läden" mit oft spärlicher Einrichtung, in denen ein T-Shirt auch schon mal 100 Euro kosten könne. Wichtigstes Kaufkriterium sei, dass Hose, Lampe oder Tasche als "stylish" angesehen würden. "Häufig sind eine Bar oder ein Café in die Läden integriert", so Pfadenhauer weiter. Die Geschäfte würden von Stylern entsprechend nicht nur zum Kaufen, sondern vorwiegend zur Freizeitgestaltung aufgesucht.

Vorzugsweise arbeiteten Styler in der Mode- oder Medienbranche, in der Werbung oder im Kunst- und Kulturbetrieb. Falls das Geld knapp werde, hätten sie in der Regel wohlhabende Eltern, die einspringen könnten. "Keinesfalls würden sie jedoch aus Geldknappheit auf Ware von der Stange ausweichen", sagte die Soziologin.

Die Forscher fanden weiter heraus, dass Styler zwar viel Geld für einzelne Teile ausgeben, jedoch auch nur wenige kaufen. "Ihr Kleiderschrank ist niemals voll gestopft", erklärte Pfadenhauer.

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