Suche nach Opfern geht weiter
28 Tote geborgen

Die Suche nach den Opfern der Flugzeugkatastrophe am Bodensee geht heute weiter. Bis zum frühen Morgen waren 28 Tote geborgen worden, darunter auch der Pilot und der Co-Pilot des Frachtflugzeugs vom Typ Boeing 757.

dpa ÜBERLINGEN. Nach der Flugzeugkatastrophe mit 71 Toten am Bodensee haben am Mittwochmorgen bei Tagesanbruch Polizisten und freiwillige Helfer die Suche nach den Opfern wieder aufgenommen. Bis zum frühen Morgen waren 28 Tote geborgen worden, darunter auch der Pilot und der Co-Pilot des Frachtflugzeugs vom Typ Boeing 757. Die ersten Toten wurden ins Krankenhaus nach Friedrichshafen gebracht, sagte Polizeisprecher Markus Sauter. Dort wollten Gerichtsmediziner und Experten der Universitäten Heidelberg und Tübingen mit der Identifizierung beginnen. Dabei werden sie von Spezialisten des Bundeskriminalamtes unterstützt.

Hinweise auf Flugzeugteile und andere Überreste der beiden Maschinen gingen auch über eine besondere Telefonnummer ein, bei der die Bevölkerung Funde melden konnte. Trümmer und Leichenteile der Unglücksflugzeuge waren kilometerweit verstreut am nordwestlichen Bodenseeufer niedergegangen.

Inzwischen sind die ersten Angehörigen der Opfer des Flugzeugunglücks an den Bodensee gekommen. Zwei Betroffene seien bereits eingetroffen, sagte die Psychologin Hedwig Graf-Köpple, die in der Gemeinde Owingen bei Überlingen das Betreuungszentrum für die Angehörigen leitet. Weitere Angehörige aus Russland würden erwartet.

Unterdessen wurde auch der Flugdatenschreiber der Boeing gefunden. "Die Einsatzzentrale hat den Fund bestätigt. Der Flugdatenschreiber wurde sichergestellt", sagte Wolfgang Hoffmann von der Polizei Friedrichshafen. Der Flugschreiber der russischen Tupolew war bereits am Dienstag geborgen worden. Außerdem war einer der beiden Stimmenrekorder gefunden worden, mit denen die Gespräche im Cockpit aufgezeichnet werden. Aus welcher Maschine er stammte, war zunächst unklar. Die Geräte sollen im Laufe des Tages zur Untersuchung in die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung nach Braunschweig gebracht werden.

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