Suche nach wachstumsstarken Unternehmen
Forum expandiert nach China

Das World Economic Forum expandiert nach Asien. Noch in diesem Frühjahr will das Forum das erste Auslandsbüro in Peking eröffnen - dort wo es boomt. In der Pipeline von Klaus Schwab stecken auch Pläne für ein Büro in New York.

GENF. China ist für Forumsgründer Klaus Schwab kein unbekanntes Territorium. Mehrfach gastierte die Genfer Organisation schon im Reich der Mitte, zuletzt im September 2005, um den Modernisierungsprozess des Landes unter die Lupe zu nehmen. Mit der neuen Repräsentanz beschreitet Schwab neue Wege. Sie soll die nächste Generation von globalen Wachstumsunternehmen ausfindig machen, sagt der designierte Leiter des Büros, Jeremy Jurgens. "Wir wollen diese Unternehmen bei ihren Wegen auf die globalen Märkte konstruktiv begleiten."

Das Forum vermutet die Mehrzahl der potenziellen Multis im dynamischen Asien, daher fiel die Wahl auf Peking. Als Partner hat das Weltwirtschaftsforum die chinesische Nationale Entwicklungs- und Reformkommission sowie das Finanzministerium gewonnen. China wird in diesem Jahr auf dem Davoser Treffen mit einer großen Delegation unter Leitung von Vizepremier Zeng Peiyan und zahlreichen Themen vertreten sein.

Ein klarer Kriterienkatalog entscheidet über die mögliche Aufnahme in den Klub der Champions von morgen, der bis zu 500 Mitglieder zählen soll. Darunter fallen Umsatzvolumen, Wachstumsrate, Geschäftsmodell und Führungsqualitäten des Managements. Jurgens rechnet damit, dass Unternehmen aus dem IT-Sektor, aus der verarbeitenden Industrie und der Finanzwirtschaft die besten Aussichten auf eine Aufnahme haben.

Für sie plant das Forum eine Reihe von Aktivitäten. Eingeleitet werden sie von einem ersten Treffen - einem Sommer-Davos - in China im Jahr 2007. Das Forum will die Entwicklung neuer Weltmarken und die Talentsuche für diese Unternehmen begleiten. "Eine ganze Reihe wird ganz eigene Geschäftsmodelle entwickeln", vermutet Jurgens. "Das bedeutet für sie und für uns einen neuen Lernprozess." Dabei gewonnene Erfahrungen soll die künftige Unternehmenselite auf regionalen Konferenzen austauschen.

Das Weltwirtschaftsforum veranstaltet jedes Jahr eine Reihe von Regionaltreffen in Asien, Europa, Amerika und Afrika. Es legt seit Jahren neue Initiativen auf, die sich mit Gesundheits- und Bildungspolitik, mit Korruptionsbekämpfung, sozialer Verantwortung, Klimawandel und Ressourcen beschäftigen. Gleichzeitig hat Forumsgründer Schwab auch einen Pool für Nachwuchskräfte in Unternehmen, Politik und Kultur gegründet, das Young Global Leaders Forum.

Mit dem Scouting betreibt Schwab aktive Bestandssicherung für das Weltwirtschaftsforum. Die Suche nach Talenten und kreativen Wachstumsfirmen bringt dem Forum automatisch neue finanzstarke Mitglieder. So kann Schwab auch in der Welt von morgen das Motto des Forums verankern: den Zustand der Welt zu verbessern.

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