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Sucht-Experten fordern Abschaffung aller Zigarettenautomaten

In der Bundesrepublik soll es nach dem Willen der Deutschen Hauptstellen für Suchtfragen (DHS) künftig keine Zigaretten aus Automaten mehr geben. „Wir fordern die Abschaffung aller Zigarettenautomaten in Deutschland“, dem Land mit der höchsten Automatendichte in Europa.

dpa MÜNSTER. In der Bundesrepublik soll es nach dem Willen der Deutschen Hauptstellen für Suchtfragen (DHS) künftig keine Zigaretten aus Automaten mehr geben. "Wir fordern die Abschaffung aller Zigarettenautomaten in Deutschland", dem Land mit der höchsten Automatendichte in Europa.

Das sagte DHS-Geschäftsführer Rolf Hüllinghorst den in Münster erscheinenden "Westfälischen Nachrichten". Auch sei die vom Jahr 2007 an verbindliche Altersprüfung an Automaten per Geldkarte unzureichend.

Anders sah dies die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marion Caspers-Merk (SPD). Die vom 1. Januar 2007 an geltende Regelung trage dem Jugendschutz Rechnung. "Die Automatenaufsteller schätzen selbst, dass bis Ende 2006 ein Drittel der frei zugänglichen Automaten abgebaut werden."

Zurzeit gibt es in der Bundesrepublik nach unterschiedlichen Angaben noch zwischen 720 000 und 800 000 Zigarettenautomaten. Die Umrüstungskosten auf das Chipkartensystem beziffert der Verband Deutscher Tabakwaren-Großhändler und-Automatenaufsteller auf bis zu 300 Mill. Euro, schreibt die Zeitung.

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