Südafrika will staatliche Kontrolle über Bergwerke ausdehnen
De Beers will die Hälfte des weltweiten Diamant-Marktes

2000 war dank des Millennium-Wechsels eines der außergewöhnliches Geschäftsjahre für den Diamantenproduzenten De Beers. Der Umsatz konnte um 84 % gesteigert werden.

dpa JOHANNESBURG. Der größte Diamantenproduzent der Welt, De Beers, will seinen Anteil am Weltmarkt von rund 43 % auf mindestens 50 % ausweiten. In einem am Dienstag veröffentlichten Jahresbericht erklärte De Beers-Chef Nicky Oppenheimer, sein Unternehmen wolle langfristig "wertmäßig mindestens 50 % der weltweiten Rohdiamanten" fördern. Das vergangene Jahr sei durch die besonderen Umstände beim Wechsel des Millenniums zu einem der außergewöhnlichsten Geschäftsjahre in der Geschichte des Unternehmens geworden.

De Beers hatte Diamanten im Wert von 5,67 Mrd. Dollar (12,3 Mrd. DM) abgesetzt und auf Dollarbasis 84 % mehr eingenommen. Die Vorräte seien wertmäßig auf 924 Mill. Dollar geschrumpft. Ende 1998 habe der Vorrat einen Wert von 4,8 Mrd. Dollar gehabt.

Oppenheimer bezifferte den Wert der laufenden De Beers-Operationen in Südafrika auf 7,5 Mrd. Dollar. Dieser Wert soll bis zum Jahr 2004 auf 10 Mrd. Dollar steigen. Er warnte zugleich vor den Folgen eines umstrittenen Gesetzesentwurfs in Südafrika, der die staatliche Kontrolle über die Bergwerke ausdehnen soll.

Oppenheimer unterstützte den Bann über den weltweiten Handel mit so genannten Blut-Diamanten - Edelsteine, die Bürgerkriegs- Parteien zur Finanzierung ihrer Konflikte verkaufen. Er mahnte jedoch zur Vorsicht: Überreaktionen der Industrieländer könnten nachhaltig den großen Diamantenproduzenten Botswana, Namibia und Südafrika schaden.

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