Süddeutsche und Rundschau starten Anzeigenkooperation
Gemeinsam gegen die FAZ

Die "Süddeutsche Zeitung" und die "Frankfurter Rundschau" starten ihre seit langem geplante Kooperation bei Stellenanzeigen und wollen damit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) Konkurrenz machen.

Reuters FRANKFURT. Nach der nun vorliegenden Zustimmung des Bundeskartellamts würden die beiden überregionalen Tageszeitungen künftig Stellenanzeigen gemeinsam vermarkten, teilte der Süddeutsche Verlag am Mittwoch mit. Anzeigen, die dann gleichzeitig in beiden Zeitungen geschaltet würden, seien ab sofort buchbar. Zusammen erreichen die beiden Blätter deutschlandweit eine Auflage von fast 800 000 Exemplaren und 1,5 Millionen Leser.

Mit der Kooperation wollen die beiden Verlage auch dem Einbruch der Anzeigeneinnahmen entgegenwirken, unter dem derzeit alle Verlage leiden. Teilweise ist das Anzeigengeschäft in diesem Jahr um die Hälfte gesunken. Süddeutsche Zeitung und Frankfurter Rundschau hatten die Kooperation schon vor Jahren - ursprünglich auch mit dem Axel Springer Verlag ("Die Welt") - vereinbart, der im Sommer allerdings aus dem Projekt ausgestiegen war. Das Bundeskartellamt hatte die Zusammenarbeit damals untersagt. Der Bundesgerichtshof urteilte allerdings im Juli, dass das Joint Venture für fünf Jahre von dem Verbot befreit werden soll. In dieser Zeit sollen die Auswirkungen auf die wirtschaftliche Situation geprüft werden.

Die FAZ hat im deutschen Markt eine starke Position bei Stellenanzeigen, vor allem für Fach- und Führungskräfte. Süddeutsche und Rundschau werben nun mit einer jüngeren und dynamischeren Leserschaft als die Konkurrenz. "Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit den Kollegen in Frankfurt und auf einen sportlichen Wettkampf um die Marktführerschaft", erklärte SZ-Anzeigenleiter Jürgen Maukner.

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