Süddeutscher Verlag verlangt mehr Einsparungen
«SZ»-Redakteure befürchten weitere Entlassungen

Die bisherigen Kostensenkungen gehen der Führung des Süddeutschen Verlags offenbar noch nicht weit genug. Einem Bericht zufolge befürchtet die Redaktion der «Süddeutschen» weitere Entlassungen.

HB BERLIN. Der «Süddeutschen Zeitung» droht offenbar eine weitere Sparrunde. Wie das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» am Samstag vorab berichtete, drängen die Gesellschafter des Süddeutschen Verlags darauf, dass die Zeitung im kommenden Jahr wieder Gewinne erwirtschaftet und fordern, dass sie ihre Kosten erneut um mehrere Millionen Euro senkt.

In der Redaktion des Blattes werde nun befürchtet, dass weitere Mitarbeiter entlassen werden. Die Qualität der Zeitung würde nach Ansicht führender Redakteure dadurch unweigerlich Schaden nehmen, so der «Spiegel» weiter. Dabei habe Verlags-Geschäftsführer Klaus Josef Lutz am vergangenen Montag gegenüber den leitenden Redakteuren noch versichert, die «Zitrone sei ausgequetscht».

Das Nachrichtenmagazin zitierte Lutz mit den Worten, die Zeitung mache nur noch geringfügige Verluste und auch der Konzern habe sein Defizit von 76,6 Millionen Euro im vergangenen Jahr auf weniger als zehn Millionen gesenkt.

Angesichts der allgemeinen Konjunkturschwäche und stark rückläufigen Anzeigenerlösen hatte die Zeitung ihre Berlin-Seite eingestampft und die Jugendbeilage «jetzt» und den Nordrhein-Westfalen-Teil eingestellt. Die Zahl der Stellen in der Redaktion wurde von rund 350 auf weniger als 300 gesenkt.

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