Südkorea gibt Warnschüsse auf Marineschiff aus Nordkorea ab
Korea: Militärischer Zwischenfall

An der innerkoreanischen Seegrenze im Gelben Meer ist es am Mittwoch erneut zu einem militärischen Zwischenfall gekommen. Südkoreas Marine habe Warnschüsse auf ein nordkoreanisches Patrouillenboot abgegeben, nachdem das Schiff in südkoreanische Gewässer eingedrungen sei, teilte der Generalstab in Seoul mit.

HB/dpa SEOUL. Kurz nach den Schüssen habe sich das feindliche Boot über die Seegrenze vor der Westküste wieder zurückgezogen. "Es gab keinen Schusswechsel", sagte ein Sprecher des Generalstabs.

Südkoreas Militär vermutete, das nordkoreanische Patrouillenboot habe während der Beobachtung chinesischer Fischerboote in dem Gebiet die Grenzlinie zu Südkorea verletzt. An der Seegrenze zwischen beiden koreanischen Staaten kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Zusammenstößen.

Bei einem blutigen Gefecht im Gelben Meer Ende Juni zwischen Kriegsschiffen beider Länder wurden fünf südkoreanische Soldaten getötet. Auf nordkoreanischer Seite wurden nach südkoreanischen Schätzungen etwa 30 Soldaten getötet oder verwundet. Beide Koreas hatten sich einen Monat nach dem Gefecht wieder auf Gespräche zur Verbesserung ihrer Beziehungen geeinigt.

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