Archiv
Südkorea investiert in Banken-Sanierung

dpa SEOUL. Südkorea will zusätzlich 40 Billionen Won (fast 82 Milliarden DM) öffentliche Gelder zur Beschleunigung des Sanierungsprozesses im Bankensektor bereitstellen. Mit dem Betrag hofft die Regierung in Seoul nach den Worten von Finanzminister Jin Nyum vom Freitag, den Reformplan für die von der Asien-Krise gebeutelten Finanzinstitute bis Jahresende zu erfüllen.

Seit der Krise 1997 und 1998 hatte die Regierung bereits knapp 110 Billionen Won in den Finanzbereich gepumpt. Die Finanzierung der jüngsten Aktion soll überwiegend durch Regierungsanleihen über die staatliche Korea Deposit Insurance Corp erfolgen. Zusätzlich sollen zehn Billionen Won durch den Verkauf von Krediten und Aktien für den Finanzsektor zur Verfügung gestellt werden. Der Plan muss noch vom Parlament gebilligt werden. «Der Restrukturierungsplan wird vergeblich sein, wenn wir diese Gelegenheit auf Grund fehlender Geldmittel verpassen», sagte der Minister in Seoul.

Der Druck auf die koreanischen Banken hatte sich seit dem Rückzug des US-Autokonzerns Ford von seinem Milliarden-Angebot für den hoch verschuldeten Autobauer Daewoo Motor in der vergangenen Woche erhöht. Durch den Zusammenbruch der einheimischen Daewoo-Gruppe im vergangenen Jahr hatten sich die finanziellen Probleme der Banken verschlimmert. Als Gegenleistung zu einem Hilfspaket des Internationalen Währungsfonds (IWF) von fast 58 Milliarden Dollar hatte sich Seoul Ende 1997 zu Wirtschaftsreformen und einer Neuordnung des maroden Finanzsektors verpflichtet.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%