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Südkorea sucht nach Spionen aus Nordkorea

Das südkoreanische Militär hat nach der Entdeckung eines Lochs im Zaun an der stark bewachten Grenze zu Nordkorea eine Suchaktion nach möglichen eingedrungenen Agenten eingeleitet. Die Grenzeinheiten in dem betroffenen Gebiet nördlich von Seoul seien in höchste Alarmbereitschaft versetzt worden.

dpa SEOUL. Das südkoreanische Militär hat nach der Entdeckung eines Lochs im Zaun an der stark bewachten Grenze zu Nordkorea eine Suchaktion nach möglichen eingedrungenen Agenten eingeleitet. Die Grenzeinheiten in dem betroffenen Gebiet nördlich von Seoul seien in höchste Alarmbereitschaft versetzt worden.

Das teilte am Dienstag das Verteidigungsministerium mit. Die bestehenden Sicherheitsmaßnahmen an der Grenze wurden in Form von zusätzlichen Straßensperren und Verkehrskontrollen durch Militär und Polizei verschärft.

Es benötige Zeit, um herauszufinden, ob möglicherweise nordkoreanische Agenten eingedrungen seien, sagte ein Sprecher des Ministeriums in Seoul. Auch wurde die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, dass Überläufer einen Weg über die Grenze fanden.

Eine Grenzpatrouille hatte Militärangaben zufolge noch in der Nacht ein etwa 40 mal 40 Zentimeter großes Loch an der Außenseite und eine 40 mal 30 Zentimeter große Öffnung an der Innenseite des Drahtzauns nicht weit von der etwa 60 Kilometer nördlich von Seoul gelegenen Grenzstadt Yeonchon entdeckt. Der Zaun grenzt eine vier Kilometer breite und etwa 250 Kilometer lange militärische Pufferzone ab, die die koreanische Halbinsel teilt. An der Grenze stehen sich auf beiden Seiten mehr als eine Million Soldaten gegenüber.

Die Suchaktion begann am selben Tag, an dem US-Außenminister Colin Powell zu Gesprächen in Seoul war. Im Mittelpunkt seiner Unterredungen mit der südkoreanischen Regierung standen die Bemühungen um eine Fortsetzung der Gespräche über eine Beendigung des nordkoreanischen Atomprogramms.

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