Südkoreaner verurteilt
Haftstrafe für IOC-Vize Kim Un Yong

Der südkoreanische Kim Un Yong ist am Donnerstag zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Angelastet werden dem umstrittenen Vizepräsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) korrupte Machenschaften.

HB SEOUL. Kim Un Yong muss wegen Korruption und Veruntreuung für zweieinhalb Jahre ins Gefängnis.Das Bezirksgericht in Seoul befand Kim am Donnerstag für schuldig, fast 800 Millionen Won (etwa 559 000 Euro) an Bestechungsgeldern angenommen und mehr als drei Milliarden Won von verschiedenen Sportverbänden veruntreut zu haben. Nach der Verurteilung droht Kim nun der Ausschluss aus dem IOC, das ihn bereits zuvor vorläufig seiner Rechte und Funktionen enthoben hatte.

Der Vorsitzende Richter sagte, das Strafmaß sei in Anbetracht des hohen Alters des Angeklagten, seiner Reue und wegen seines "Beitrags zur weltweiten Entwicklung der nationalen Sportart Taekwondo" noch milde ausgefallen. Das Gericht wies Kim außerdem an, 788 Millionen Won zurückzuzahlen. Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor sieben Jahre Haft gefordert. Das Anwaltsteam von Kim kündigte Berufung gegen das Urteil an.

Südkoreas international bekanntester Sportfunktionär wurde im Januar verhaftet. Zuvor hatte er sein Abgeordnetenmandat niedergelegt und war als Vorsitzender des Taekwondo-Weltverbandes WTF zurückgetreten. Kim hatte im IOC die Aufnahme von Taekwondo in das Olympia-Programm erst 2000 durchgesetzt. Er ist im IOC auch wegen seiner Verwicklung in den Korruptionsskandal um den Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2002, Salt Lake City, umstritten. 1999 erhielt er vom IOC einen strengen Verweis.

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