Südkoreaner warten in nächster Runde
Boll trotzt dem Schmerz

Während Timo Boll, die große Medaillenhoffnung des deutschen Tischtennis, mit seinem Doppelpartner Zoltan Fejer-Konnerth souverän ins Achtelfinale einzog, muss das zweite deutsche Doppel Roßkopf/Hielscher bereits nach der zweiten Runde die Segel streichen.

HB ATHEN. Boll besiegte bei seinem ersten Olympia-Auftritt in Athen nicht nur die Gegner, sondern auch den Schmerz. Trotz seiner fast schon chronischen Rückenbeschwerden, die er mit Tabletten bekämpft, startete die deutsche Tischtennis-Hoffnung am Montag mit einem Sieg in das Turnier. Der Weltranglisten-Elfte aus Gönnern qualifizierte sich an der Seite von Zoltan Fejer-Konnerth (Grenzau) für das Achtelfinale im Herren-Doppel gegen Lee Chul Seung/Ryu Seung Min (Südkorea) und wahrte damit seine zweifache Medaillenchance.

Dagegen mussten am Tag der Doppel in der spärlich besetzten Galatsi-Halle Jörg Roßkopf/Lars Hielscher (Gönnern/Jülich) und das Damen-Duo Nicole Struse/Elke Wosik (Kroppach/Busenbach) ihre Schläger als Verlierer einpacken. "Die Gegner waren nicht überragend. Wir haben nicht gut gespielt", gab der enttäuschte Olympia-Routinier Roßkopf nach der 1:4-Pleite gegen Joo Sae Hyuk/Oh Sang Eun (Südkorea) zu. Der 35-Jährige kann sich nun auf sein Drittrunden-Einzel gegen den Chinesen Wang Hao konzentrieren. "Da stehen meine Chancen 1:99", sagte Roßkopf.

"Meine Schmerzen habe ich derzeit ganz gut im Griff. Deshalb bin ich optimistisch. Wenn wir am Limit spielen, können wir auch gegen die an Nummer drei gesetzten Südkoreaner das Viertelfinale erreichen", berichtete Boll nach dem überzeugenden 4:0-Auftaktsieg gegen die Japaner Shu Arai/Ryo Yuzawa. Die Europameister von 2002 zeigten beim "Kaltstart" in das Doppel-Turnier keine Anlaufprobleme. "Wir haben sehr konzentriert gespielt", sagte Fejer-Konnerth.

Vor seinem ersten Einzel-Auftritt an diesem Dienstag wollte Boll keine Prioritäten setzen. "Die Belastung ist mit einem Spiel pro Tag nicht so hoch. Deshalb konzentriere ich mich auf Einzel und Doppel. Bei Olympia muss man jede Chance nutzen", erklärte der 23-jährige Linkshänder. Wegen seiner Beschwerden, die bis in den Hüftbereich wirken, wird er täglich behandelt. Außerdem nimmt Boll Schmerztabletten. "Maximal sind es zwei am Tag. Sie stehen nicht auf der Doping-Liste. Darauf achten wir genau", sagte der junge Hesse.

Einen Tag nach dem blamablen Einzel-Aus endete Olympia für Nicole Struse auch im Doppel. Die Ex-Europameisterinnen Struse/Wosik verloren gegen die aus China stammenden Chunli Li/Karen Li (Neuseeland) mit 1:4. Damit sind von den DTTB-Damen nur noch die für Budapest spielende Jie Schöpp sowie Elke Wosik im Einzel im Rennen.

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