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Südkoreas Regierung will Streik-Verzicht bei WM

Südkoreas Regierung hat die einheimischen Gewerkschaften zu einem Verzicht auf Streiks während der Fußball-WM in Japan und im eigenen Land (31. Mai bis 30. Juni) aufgefordert.

sid SEOUL. "Wir haben Mitteilungen an die Arbeitnehmer-Vertretungen geschickt, dass die WM ohne Chaos in Industrie und Wirtschaft ablaufen soll", erklärte der stellvertretende Direktor Noh Myung-Jong aus der Abteilung Unternehmenspolitik des Arbeitsministeriums.

Die Regierung ist zuversichtlich, dass die Gewerkschaften dem "Stillhalteabkommen" zustimmen, nachdem die in den 80er und 90er Jahren feindselige Atmosphäre zwischen den Lagern inzwischen einem weitgehend konstruktiven Miteinander gewichen ist.

Allerdings wollen die Arbeiter-Vertreter noch nicht endgültig einwilligen. "Es liegt an der Regierung, ob während der WM Streiks stattfinden oder nicht. Wir haben das Gefühl, dass die Regierung sich durch die WM einen Vorteil verschaffen will", erklärte ein Sprecher der Handels-Gewerkschaft KCTU.

Die Gewerkschaft der Telekommunikations-Branche hatte zuletzt damit gedroht, dass die insgesamt 38 000 Beschäftigten während der WM in Streik treten würden, falls Forderungen nach höherer Bezahlung und besseren Arbeitsbedingungen nicht erfüllt würden.

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