Suliman: „Haben vor keinem Angst“
Bei den Saudis wächst der Glaube an Überraschung

Der Glaube an die eigene Stärke wächst, und die Gebete zu Allah sollen die letzten Zweifel an der möglichen Überraschung vertreiben. "Wir beten viel. Jeder fühlt, dass wir es packen können. Wir können die Deutschen schlagen", sagte Saudi- Arabiens Abwehrspieler Suliman Abdullah Zubromawi 24 Stunden vor dem Auftaktmatch am Samstag (13.30 Uhr MESZ) gegen die DFB - Auswahl.

dpa SAPPORO. Die Zuversicht bezieht das Team von Trainer Nasser Al-Johar nicht zuletzt aus der reibungslosen Vorbereitung in Japan. "Wir konnten sowohl in Tokio als auch hier in Sapporo unter optimalen Bedingungen trainieren", sagte Al-Johar, der gegen die Völler-Elf seine beste Formation aufbieten kann. "Ich bin sehr optimistisch, dass ich die richtige Taktik gegen die deutsche Mannschaft gefunden habe und wir ein gutes Spiel machen", meinte der Chefcoach, der den Gegner häufig beobachtet hat. Zwar ließ sich Al-Johar nicht in die Karten schauen, doch vermutlich wird er sich wieder für das zuletzt bewährte 4-3-2-1- System mit nur einer Spitze entscheiden.

Hinter dem 29 Jahre alten Al-Hassan Al-Yami sollen vor allem die beiden offensiven Mittelfeldspieler Nawaf Al-Temyat und Sami Al-Jaber für Druck und Ideen sorgen. Kapitän Al-Jaber hat seine Leistenprobleme überwunden und meldete sich rechtzeitig fit. Er hofft, mit dem dritten WM-Tor bei seiner dritten WM-Teilnahme nach 1994 und 1998 Fußball-Geschichte zu schreiben. "Für uns ist das Spiel nicht besonders schwierig. Deutschland steht viel mehr unter Druck. Von ihnen erwartet jeder einen Sieg. Wir aber können befreit aufspielen."

Selbst eine Niederlage sei im Hinblick auf die angestrebte Achtelfinal-Qualifikation kein Beinbruch. "Wir haben ja noch zwei Spiele", so Al-Jaber. Innenverteidiger Suliman fürchtet sich als Chef der Vierer-Abwehrkette nicht vor den deutschen Offensivkräften: "Wir haben vor niemandem Angst. Vielleicht hat Deutschland die größeren Stars. Aber entscheidend ist das Teamwork."

Am Freitag stand für die Spieler bis zum Abschlusstraining um 20 Uhr im Sapporo Dome vor allem Ruhe, Ablenkung und Pflege auf dem Plan. Nach dem Mittagessen im Mannschaftshotel Sheraton verschwanden die Akteure auf ihren Zimmern. "Sie lesen, schlafen oder hören noch ein wenig Musik. Das ist alles", berichtete der saudische Pressechef Suliman Al-Nafa.

Delegationschef Prinz Nawaf bin Faisal bin Fahd stärkte den Akteuren und dem Trainer schon am Donnerstag vor rund 60 Journalisten öffentlich den Rücken. "Wir haben großes Vertrauen in das Team und den Trainer, egal wie die Ergebnisse sind", sagte der Vizepräsident des Verbandes. Damit stellte der Prinz klar, dass Al-Johar auch im Fall des Misserfolges nicht um seinen Job fürchten muss. "Unsere jungen Spieler sind erst am Anfang ihrer Entwicklung. Aber wir glauben, dass wir die 2. Runde erreichen können."

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