Sun Micro stellt neuen Mikroprozessor vor
Aktienticker New York

Der Server-Spezialist Sun Micro wird heute erstmals seit vier Jahren einen neuen Mikroprozessor vorstellen. Im Unterschied zur Konkurrenz hat sich Sun Micro auf Unix-Server spezialisiert.

HB NEW YORK. Der Server-Spezialist Sun Micro wird heute erstmals seit vier Jahren einen neuen Mikroprozessor vorstellen. Daneben wird der Konzern ebenfalls erste Server präsentieren, die mit dem neuen Chip namens "Ultra Space-III" ausgestattet sind. Der Schritt gilt unter Analysten als wichtige Chance für Sun, die Spitzenposition im Server-Bereich auszubauen.

Rivalen wie Microsoft und Hewlett-Packard hatten in der Vergangenheit bereits leistungsstärkere Server auf den Markt gebracht als der Branchenführer. Im Unterschied zu der Konkurrenz hat sich Sun Micro jedoch auf das Angebot von Unix-Servern spezialisiert. Im vergangenen Jahr führte Sun den Unix-Server Markt mit einem Marktanteil von 28 Prozent an, an Hewlett-Packard gingen 23 Prozent, IBM hielt 18 Prozent. Im abgelaufenen zweiten Quartal steigerte der Konzern seinen Umsatz um 42 Prozent. Die Investmentbank Bear Stearns glaubt, der neue Mikorprozessor werde dieses Wachstum von Sun stützen und empfiehlt die Aktie zum Kauf.

Auch die Credit Suisse First Boston hat im Vorfeld zum Einstieg geraten. Neben der Produkt-Neueinführung dürfte der Konzern ebenfalls von der jüngst bekanntgegebenen Übernahme des B2B-Unternehmens Cobalt profitieren. Bislang sei kein Ende des Aufwärtstrends in Sicht. Sun Microsystems notiert im Vergleich zum Jahresanfang mehr als 50 Prozent im Plus.

3com liegt über den Ergebnis-Schätzungen

Der Netzwerkausstatter href="http://www.3com.com" target="_blank"> 3Com hat gestern nachbörslich bessere Ergebnisse als erwartet für das erste Quartal vorgelegt. Mit einem Verlust von 63,7 Mill. Dollar oder 18 Cents pro Aktie konnte der Konzern sowohl die Konsensschätzungen als auch die Flüsterschätzungen deutlich übertreffen. Der Umsatz fiel mit 933,8 Mill. Dollar zwar 23 Prozent geringer aus als im Vorjahr, lag dennoch deutlich über den von den Analysten im Schnitt erwarteten 750 Mill. Dollar.

Der Einbruch bei den Ergebnissen kommt nicht unerwartet. Der Konzern hat im Frühjahr die Palm-Sparte separat an die Börse gebracht sowie die Produktion analoger Modems eingestellt, um sich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren. Analysten werten die Ergebnisse als ersten Erfolg der Umstrukturierung des Konzerns. Mark Sue, Analyst bei der Investmentbank Lehman Brohters bestätigt den Titel mit einem Kursziel von 22 Dollar als "outperformer", also als Aktie mit Potenzial zu einer überdurchschnittlichen Kursentwicklung. Das 3Com-Papier hat seit Jahresbeginn mehr als 40 Prozent an Wert gewonnen.

Commerce One: Koopertion mit Microsoft ausgeweitet

Der Software-Konzern Microsoft hat seine Kooperation mit dem B2B-Unternehmen Commerce One ausgebaut. Commerce One gilt als Spezialist für den Aufbau virtueller Marktplätze. Beide Unternehmen wollen die technologische Integration ihrer Software verbessern. Bereits heute benutzen nach Unternehmensangeben die Mehrheit der Commerce One-Kunden für ihren Internet-Auftritt das Microsoft Betriebssystem Windows-2000.

Über die finanziellen Konditionen der Kooperation wurde bislang nichts bekannt. Anleger scheinen an der Ausweitung der Allianz Gefallen zu finden. Vorbörslich kann die Commerce One-Aktie deutlich zulegen. Die Aktie notiert trotz einer deutlichen Erholung in den vergangenen Wochen gemessen am Jahresanfang deutlich über 20 Prozent im Minus.

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