Sun Microsystem konkretisiert Pläne für sein Softwareangebot
Verschärfter Wettbewerb um „Web-Dienste“ zwischen Sun und Microsoft

Der Computer- und Softwarekonzern Sun Microsystems will seinem Erzrivalen Microsoft das Feld der Entwicklung neuer Diensteangebote im Internet nicht völlig überlassen.

ruk PALO ALTO. Das Unternehmen aus dem Silicon Valley hat in Santa Clara seine neue "Sun One" genannte Netzstrategie vorgestellt. War Sun ursprünglich in der Pionierphase der "Web-Services" genannten Softwareangebote im Internet noch ein Vorreiter, so ist nun das in Palo Alto angesiedelte Unternehmen nach Ansicht von Industriebeobachtern deutlich hinter Microsoft zurückgefallen.

Bisher war der Wettbewerb um eine Neuorientierung des Angebotes und der Nutzung von Software in einer vom Internet bestimmten Struktur weitgehend ein Kampf der Worte. Nun ist diese Auseinandersetzung in eine neue Phase gerückt, bei der es um die Realisierung der strategischen Pläne geht. Mit der Ankündigung seiner ".Net" (sprich Dot-Net) genannten Strategie hat Microsoft eine Führungsrolle übernommen. Mit der Konkretisierung seiner "Sun One" genannten Strategie versucht Sun verlorenen Boden wieder gutzumachen.

"Sun One" basiert technisch auf zwei Säulen, der Applikations-Server-Software iPlanet von Sun sowie der Programmiersprache und Software-Architektur Java. Bei iPlanet handelt es sich um eine Sammlung von bisher "Middleware" genannten Software-Elementen, die zwischen dem Betriebssystem und der eigentlichen Anwendungssoftware (beispielsweise Buchhaltung) angesiedelt ist. Die wichtigsten Elemente sind Datenbanken, Transaktionssoftware, Maschinenkommunikation und Entwicklungswerkzeuge. Sun tritt hier in Konkurrenz mit IBM (Websphere) und BEA (Weblogic) und künftig Microsoft (Biz Talk).

Suns Java-Software gilt derzeit als in der IT-Industrie anerkannter Defakto-Standard für die Entwicklung und Nutzung kleiner Softwareprogramme im Internet. Microsoft versucht hier, eigene Entwicklungen voranzutreiben. Zusätzlich hat Sun mit dem "iPlanet Instant Collaboration Pack" eine eigene Messaging-Software vorgestellt. Microsoft hat seinerseits eine Reihe von Software-Werkzeugen vorgestellt, mit deren Hilfe Programmierer konkrete Anwendungen für die geplanten Web-Dienste der Dot.Net-Strategie entwickeln sollen.

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