sun Microsystems Tagessieger
US-Börsen geben Teil der frühen Gewinne wieder ab

Zur Mittagsstunde sind die großen US-Indizes von ihren Höchstständen gerutscht, notieren aber immer noch mit starken Gewinnen. Der Dow Jones Index verzeichnet ein Plus von 92 Punkten oder 1 Prozent, der technologie-orientierte Nasdaq Index liegt mit 40 Punkten oder 2 Prozent im grünen Bereich.

NEW YORK. Vor der Notenbanksitzung am Dienstag ist die Stimmung am Markt optimistisch, doch sind sich Analysten nicht einig, was man von Greenspan und Kollegen erwarten könne. Einige Experten gehen davon aus, dass die Zinsen erneut um 50 Basispunkte auf 2 Prozent gesenkt werden, zumal die Arbeitsmarktdaten am Freitag schlechter ausgefallen waren als erwartet. Andere fürchten, die Währungshüter könnten die Wirtschaftshilfe aus Washington für ausreichend marktstützend halten und die Zinsen nur um 25 Basispunkte senken. Die Zinssenkung wäre die zehnte in diesem Jahr.

Die Aktie von Exxon Mobil hat den Dow Jones am Mittag von seinem Tageshoch gedrückt. Der Ölkonzern verliert bei hohem Handelsvolumen gut 1 Prozent. Die Ölpreise sind am Morgen erneut gefallen, das Barrell kostet wieder unter zwanzig Dollar. Darunter leiden die Ölförderer. Der Sektor notiert geschlossen im roten Bereich, der Branchenindex verliert 2,5 Prozent.

Unterstützung erfährt der Börsenindex der dreißig US-Industriewerte hingegen von Home Depot. Der Baumarkt hat sein Online-Angebot ausgeweitet, um den Verkauf vor Weihnachten anzukurbeln. Das Unternehmen zeigt sich optimistisch, dass dank niedriger Zinsen mehr gebaut und ausgestattet würde. Die Aktie von Home Depot legt fast 4 Prozent zu. Mitbewerber Lowe?s gewinnt ebenfalls 3,5 Prozent.

Cisco vor Quartalszahlen gefragt

Zu den meist gehandelten Aktien gehört am Montagmorgen das Papier von Cisco. Das Unternehmen wird am Abend Quartalszahlen melden und an der Wall Street herrscht die Meinung, Cisco werde eine Erholung der Verkäufe bekannt geben. Cisco klettert um 3 Prozent. Andere Netzwerk-Werte legen ebenfalls deutlich zu: Nach einem Upgrade am Morgen gewinnt das Papier von Juniper Networks mehr als 12 Prozent, Extreme Networks legt um 11 Prozent zu.

Tagessieger unter den Big Caps ist Sun Microsystems. Die Aktie gewinnt bis zum Mittag mehr als sechs Prozent an Wert. Die Analysten von JP Morgan haben das Papier aufgestuft und ein Preisziel von 25 Dollar genannt. Sun notiert aktuell bei 12,17 Dollar.

Ganze 2,6 Prozent legt zur Mittagsstunde das Papier von Microsoft zu, obwohl schlechte Nachrichten zu vermelden sind. Wettbewerbshüter und einzelne Bundesstaaten sehen "mindestens ein Dutzend Gründe", warum sie das Abkommen zwischen Ministerium und Konzern nicht unterschreiben können, heißt es am Morgen. Damit ist das kartellrechtsverfahren gegen den Softwareriesen zunächst nicht vom Tisch. Außerdem warnen die Analysten von Morgan Stanley: Die Spielekonsole XBox werde zunächst Verluste von einer Milliarde Dollar einfahren, einen break-even erwarten die Experten erst für 2004. Für das Betriebssystem Windows XP sehen sie nur schwache Absatzchancen. Microsoft legt zur Stunde dennoch fast 1 Prozent zu.

Monster treibt Disney an

Nach langer Flaute notiert am Montag der Entertainment-Sektor in der Gewinnzone, angeführt von Disney mit einem Plus von 1,5 Prozent. Am Wochenende startete der lang erwartete Trickfilm "Monster, Inc.", der auf Anhieb auf Platz Eins der Kinocharts landete. Doch nicht nur der Entertainmentriese wird mit dem Film Millionen verdienen. Über Vermarktungslizenzen profitieren unter anderem Spielzeugfigurenhersteller Hasbro, Cornflake-Riese Kellog?s und Pepsi vom Erfolg der kleinen Monster. Neben Harry Potter sind die Figuren aus "Monster, Inc." einer der wichtigsten Lizenzdeals des Jahres. Ein Downgrade bekommt am Morgen allein Disney-Partner Pixar. Prudential Securities meint, das Computer-Animations-Unternehmen habe seine "Monster"-Gewinne zum Filmstart bereits eingefahren. Pixar verliert 4 Prozent.

Auf der Erfolgsstraße findet sich auch der zuletzt gebeutelte Hotelsektor wieder. Positive Analystenkommentare gegenüber den Ketten Marriott und Hilton stützen die Branche ebenso wie die Ankündigung von Hilton, neue Hotels zu eröffnen, unter anderem in New York. Papiere von Hilton legen bis zum Mittag mehr als 3 Prozent zu, Marriott klettert um 2 Prozent.

Nach einem Dämpfer in der vergangenen Woche legt das Papier von Boeing fast 2 Prozent zu. Die Vereinigten Arabischen Emirate haben am Wochenende 25 Maschinen bestellt. Boeing-Chefverkäufer Seddik Belyamani hofft, trotz der jüngsten Einbrüche das angestrebte Verkaufsziel von 400 Flugzeugen im Jahr 2001 noch zu erreichen.

Mehr als 3 Prozent legt das Papier von Enron zu. Laut Gerüchten ist der Öl-Multi Royal Dutch Shell interessiert, den angeschlagenen Energiehandelskonzern für 11 Milliarden Dollar zu übernehmen. Der Deal würde gut in Shells Expansionsstrategie passen. In den vergangenen Wochen war der Aktienkurs von Enron auf derzeit rund 11 Dollar abgerutscht. Der Buchwert des Konzerns liegt mit 13 Dollar damit über dem aktuellen Kurs der Aktie.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%