Sun-Prognose belastet Tech-Werte - Daten stützen Dow - Börsen bleiben Montag geschlossen
Lustloser Wochausklang an der Wall Street

Händler und Anleger waren angesichts der tristen Konjunktur- und Börsenlage offenbar froh, in das Feiertagswochenende zu gehen. Die amerikanischen Börsen bleiben am Montag wegen des "Labour-Day" geschlossen.

HB/rtr/dpa NEW YORK. Die Technologietitel an den US-Börsen sind am Freitag vor allem von der trüben Geschäftsprognose des Computerherstellers Sun Microsystems belastet worden. Die Konjunkturdaten hätten dagegen Sorgen der Anleger über das Tempo der Konjunkturerholung gemildert und die US-Standardwerte vor größeren Verluste bewahrt. Das Geschäft sei dünn gewesen, sagten Händler. Am Montag bleiben die US-Finanzmärkte wegen eines Feiertages (Labor Day) geschlossen.

Der Dow-Jones-Index notierte zum Handelsschluss mit minus 0,09 Prozent auf 8 663,50 Punkten wenig verändert. Die US-Technologiebörse Nasdaq gab 1,55 Prozent auf 1 315,06 Punkte ab. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 0,19 Prozent auf 916,08 Punkte.

Der US-Hersteller von Netzcomputern, Sun Microsystems, hatte wegen der anhaltenden Nachfrageschwäche seine Umsatzerwartungen für das laufende Geschäftsquartal nach unten korrigiert. Die Aktien von Sun verloren rund 3,7 Prozent auf 3,69 Dollar und waren der umsatzstärkste Wert an der Nasdaq. Die Prognose habe auch die anderen Technologiewerte unter Druck gesetzt, sagten Börsianer. Die Aktien des US-Netzwerkausrüsters Cisco Systems gaben rund 2,7 Prozent auf 13,82 Dollar nach, und die Aktien des Chipherstellers Intel verloren 2,7 Prozent auf 16,67 Dollar.

"Die Ansicht nimmt zu, dass die Technologiebranche für eine Trendwende bei den Gewinnen noch länger braucht, und die Investoren kehren deshalb dem Sektor den Rücken", sagte Owen Fitzpatrick, Leiter US-Akienhandel bei Deutsche Bank Private Banking.

Die Titel der drittgrößten regionalen US-Telefongesellschaft BellSouth büßten rund 3,8 Prozent auf 23,32 Dollar ein. Das Unternehmen hatte mitgeteilt, der Gewinn im Gesamtjahr 2002 werde auf Grund von Umstrukturierungen und der schwachen Umsatzentwicklung im Bereich Mobilfunk unter den Analystenprognosen ausfallen. Das Unternehmen hatte erst am 22. Juli seine Prognosen nach unten revidiert. Titel des Telefonkonzerns SBC Communications, Partner von BellSouth im Mobilfunk-Gemeinschaftsunternehmen Cingular Wireless, gaben rund 4,1 Prozent auf 24,74 Dollar nach.

Die Titel der Muttergesellschaft der Fluglinie United Airlines, verloren rund sechs Prozent auf 2,87 Dollar. Die Fluggesellschaft hatte mitgeteilt, sie wolle mit den Gewerkschaften eine Senkung der jährlichen Kosten im Volumen von rund 1,5 Milliarden Dollar vereinbaren. Dies sei Teil eines Kostensenkungsplans um jährlich 2,5 Milliarden Dollar zur Verhinderung einer Insolvenz.

Die Vereinigung der Chicagoer Einkaufsmanager hatte eine halbe Stunde nach Handelsbeginn mitgeteilt, ihr Konjunkturindex sei im August saisonbereinigt auf 54,9 nach 51,5 Punkten im Vormonat gestiegen. Von Reuters befragte Analysten hatten einen Stand von lediglich 52,0 Punkten vorausgesagt. "Wenn man sich ... den Chicago PMI ansieht, beruhigt das die Leute, die sich über das Tempo der Konjunkturerholung sorgen", sagte Weston Boone von Legg Mason Wood Walker.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,91 Milliarden Aktien den Besitzer. 1812 Werte legten zu, 1380 gaben nach und 201 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,07 Milliarden Aktien 1530 im Plus, 1733 im Minus und keiner unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 3/32 auf 101-31/32. Sie rentierten mit 4,13 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 17/32 auf 106-25/32 und hatten eine Rendite von 4,928 Prozent.

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