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Sun unter Beschuss

Sun Microsystems hat mit schlechten Nachrichten zu kämpfen.

Konnte Finanzchefs Michael Lehman gerade Gerüchte über Unregelmäßigkeiten in der Buchführung bei Sun zurückweisen, hat der Konzern bereits mit neuen Behauptungen zu kämpfen. Sun Hardware-Produkte könnten in der zunehmend vernetzten Welt nicht überleben, wettert IBM Vorstandsmitglied Louise Gerstner. EMC und Microsoft würden mit ihren Produkten das gleiche Schicksal ereilen. IBMs Konkurrenten hätten ihre Marktposition auf geschlossenen Computersystemen aufgebaut. Die Zukunft des Marktes seien aber offene Betriebssysteme. Die wachsende Anzahl elektronischer Geräte, die wiederum durch das Internet vernetzt agieren können, schafft den Bedarf nach diesen Betriebssystemen. IBM hält die Fahne des Fortschritts hoch und will im kommenden Jahr rund eine Milliarde Dollar in die Entwicklung des für jeden zugänglichen Linux Programms investieren. Sun äußerten sich zu dem Statement Gerstners bisher noch nicht. Erst gestern hatten Befürchtungen, Sun werde die Gewinn- und Umsatzerwartungen der kommenden zwei Quartale nicht erfüllen können, der Aktie geschadet. Die Bank of America rechnet mit Quartalszahlen, die lediglich im Rahmen der Erwartungen ausfallen sollten. Sun würde damit erstmals seit vielen Jahren die Analystenerwartungen nicht übertreffen könne. Die Aktie, die in den vergangenen vier Handelstagen rund ein Viertel ihres Marktwertes verlor, notiert zur Mittagsstunde rund 1,1 Prozent im Minus.

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