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S&P reduziert Ausblick für Daimler-Chrysler von stabil auf negativ

Der negative Ausblick spiegele die Rentabilitäts-Probleme der Sparte Chrysler wider, die zurzeit nicht gelöst werden könnten, erklärte die Agentur.

dpa-AFX NEW YORK. Standard&Poor's hat den Ausblick für Daimler-Chrysler von stabil auf negativ reduziert. Das gab die Agentur am Dienstag in New York bekannt. Die Ratings des Unternehmens wurden bestätigt.

Der negative Ausblick spiegele die Rentabilitäts-Probleme der Sparte Chrysler wider, die zurzeit nicht gelöst werden könnten. Das Management habe angedeutet, dass Chrysler operative Verluste von 600 Mill. Euro im dritten Quartal ausweisen werde, die nicht zuletzt mit der Einführung des neuen Minivan zusammenhingen. Sollten die neuesten Kostensenkungen und Produkteinführungen bei Chrysler nicht ausreichen, um die Gewinne zu erhöhen, könnten die Ratings herabgesetzt werden, kündigten die S&P-Analysten an.

S&P: Gewinne von Mercedes-Benz sind bemerkenswert gestiegen

Trotz der Verluste bei Chrysler erwarten die Analysten insgesamt ein noch akzeptables Gewinnergebnis von 7 Mrd. Euro für 2000 gegenüber 10 Mrd. Euro im Jahr 1999. Ein schwacher Cash Flow, höhere Ausgaben und mehrere Akquisitionen hätten die Bilanz gemindert. Vor allem die 34%ige Beteiligung an Mitsubishi für 2,2 Mrd. Euro berge ein Risko: Daimler-Chrysler könne wenn nötig gezwungen sein, das Unternehmen finanziell zu unterstützen. Noch weise die Bilanz eine hohe Zahlungsfähigkeit aus. Wenn Daimler-Chrysler seine 49%-Beteiligung an einem Joint Venture mit der Deutschen Telekom und seinen Anteil an EADS verkaufen würde, könnten die Einkünfte steigen.

Die Ratings berücksichtigten aber auch Daimlers Position als führender Hersteller von Pkw und Nutzfahrzeugen und seine konservative Finanzpolitik. Mit Mercedes-Benz sei das Unternehmen außerdem weltführend auf dem Markt der Luxus-Limousinen, der zudem wenig rezessions-anfällig sei. Die Gewinne von Mercedes-Benz seien in den letzten sieben Jahren bemerkenswert gestiegen

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